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3:1 gegen den FC – So geht Karneval in Leipzig

Der überragende Timo Werne rund Naby Keita (m.) bejubeln das 2:0 gegen den 1 FC Köln. Foto: PICTURE POINT / Kerstin Kummer.

Aufsteiger RB Leipzig schlug am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga den 1. FC Köln mit 3:1 (2:0) und bleibt auf dem zweiten Tabellenplatz mit fünf Zählern Rückstand an Spitzenreiter FC Bayern München dran.

Die Leipziger von Beginn an hellwach und mit der frühen Führung durch Emil Forsberg. Der Schwede profitierte von einer Kopfball-Weiterleitung, einem Geistesblitz von Timo Werner, der einen missglückten Befreiungsschlag von FC-Keeper Thomas Kessler eroberte. Forsberg zog aus 15 Metern trocken ab – 1:0, siebtes Saisontor für den Sturmbullen.

Die Kölner durch diesen schnellen Rückstand verunsichert und zwei Minuten später im Glück, dass Verteidiger Dominic Maroh nach einem Foul gegen den davongeeilten Werner nicht Rot sah. Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) hatte gesehen, dass Kessler schon aus seinem Tor herausgekommen und Maroh somit nicht letzter Mann war. Gelb für den Kölner war somit die richtige Entscheidung.

Leipzig versuchte, nachzulegen: Marcel Halstenberg (19.) traf nach aus fünf Metern nur die Querlatte, Kessler rettete den zweiten Kopfball in dieser Szene gegen Werner und auch der Nachschuss von Marcel Sabitzer ging über das Tor. Dem hohen Tempo der Leipziger mussten die Kölner allerdings nach und nach Tribut zollen und kassierten nach einer Hereingabe von Naby Keita von rechts das 2:0 per Eigentor von Maroh (34.). Zwei Minuten später vergab Sabitzer nach einem Konter über die linke Seite frei vor Kessler den dritten Leipziger Treffer und die vorzeitige Entscheidung.

Köln verkürzt nach dem Wechsel und macht Druck

Nach dem Wechsel geriet Leipzig jedoch schneller als es Coach Ralph Hasenhüttl lieb sein konnte, unter Druck. Denn: FC-Coach Peter Stöger hatte zur Halbzeit umgestellt und den völlig indisponierten Maroh zugunsten von Offensivmann Simon Zoller vom Feld geholt. Anthony Modeste (51.) verpasste die erste Chance für den FC frei vor Peter Gulacsi, zwei Minuten später zappelte der Ball dann im Leipziger Netz. Yuya Osako lenkte die Kugel nach einer Hereingabe von rechts durch Pawel Olkowski vorbei an Gulacsi ins Netz – 2:1.

Werners tolle Einzelleistung bringt die Entscheidung

Hasenhüttl reagierte, brachte den Defensivspieler Rani Khedira für Forsberg. Nur eine Minute nach dieser Maßnahme, die dem RBL nach holprigem Start in die zweite Halbzeit mehr Sicherheit gab, das 3:1. Timo Werner zog auf der rechten Seite davon, ließ sich auch vom Ex-Dortmunder Neven Subotic nicht halten und jagte den Ball aus spitzem Winkel ins lange Eck – der alte Abstand wiederhergestellt! Es war das 13. Saisontor für Werner. Die Roten Bullen blieben in der letzten Viertelstunde bei Kontern gefährlich, hätten die Führung nach einer erneuten Chance durch Naby Keita (81.) noch ausbauen können.

Bitter für die Kölner in der Schlussphase: Nationalspieler Jonas Hector sah nach taktischem Foul gegen Keita die fünfte Gelbe Karte und fehlt dem FC damit in der kommenden Woche gegen den FC Bayern München.

Statistik:

RBL: Gulacsi – B. Schmitz, Orban, Compper, Halstenberg – Ilsanker, Demme, Forsberg (64. R. Khedira), Keita (86. Kaiser) – T. Werner (84. Selke), Sabitzer

FC: Kessler – Rausch, D. Heintz, Maroh (46. Zoller), Subotic, Olkowski – J. Hector, Höger (76. Jojic), Clemens, Osako – Modeste

Tore: 1:0 Forsberg (5.), 2:0 Maroh (34. / Eigentor), 2:1 Osako (53.), 3:1 Werner (65.).

Gelbe Karten: Ilsanker (4) – Maroh (2), Rausch (2), Höger (7), Hector (5)

SR: Marco Fritz (Korb)

Zuschauer: 39.335




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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