Aktuelle News

CL-Rechenspiele: Mit 48 Punkten nie schlechter als Platz vier

Die 1:0-Führung für RB Leipzig ist unterwegs: Emil Forsberg (r.) trifft gegen den 1. FC Köln und Dominic Maroh Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Trotz des Zehn-Punkte-Vorsprungs auf 1899 Hoffenheim und Rang vier hält man sich bei RB Leipzig in Sachen Champions League auch nach den Sonntagsspielen der Fußball-Bundesliga bedeckt. „Es ist schön, dass wir so viele Punkte Vorsprung haben, wenn wir Bayern München wären, könnten wir wahrscheinlich für die Champions League planen. Wir sind aber nicht Bayern, sondern RB Leipzig, auf den noch viel Arbeit warten. Aber: Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition und wir wollen diesen Vorsprung halten“, erklärte RBL-Coach Ralph Hasenhüttl (49) in der TV-Sendung SKY90. Dem Österreicher ist es mit Blick auf das souveräne 3:1 gegen den 1. FC Köln jedoch wichtig, „dass wir nicht von der Euphorie leben, sondern, dass Substanz dahintersteckt.“ Ralf Rangnick gab sich da nach dem Köln-Spiel schon etwas weniger zurückhaltend: „Wenn wir auf Kurs bleiben, glaube ich schon, dass wir jetzt eine realistische Chance haben, international zu spielen.“

Na, also! Rein rechnerisch dürfte dem Einzug in die Champions League ohnehin nichts entgegenstehen – allem Understatement zum Trotz.

Nur Bayer 04 verpasste mit 48 Punkten aus 22 Spielen die Champions League

Die Statistik seit 1997/98 (Erweiterung der Champions League auf zwei Teilnehmer pro Land) zeigt: 48 Punkte aus 22 Bundesliga-Spielen reichten bislang immer, um mindestens den vierten Platz zu erreichen. Dieser genügte nur einmal, 2009/2010 für Bayer Leverkusen, nicht zur Teilnahme an der „Königsklasse“, da die Bundesliga in diesem Bewertungszeitraum nur drei Startplätze in der Champions League hatte.

Während Bayer 04 nach 48 Zählern aus 22 Spielen am Saisonende 2010 nur Vierter wurde, holten sich alle anderen Klubs mit dieser Punkte-Ausbeute zum Schluss die Meisterschale oder die Vizemeisterschaft, darunter auch der beste Aufsteiger aller Zeiten, der 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer hatten 1997/98 nach 22 Spielen einen Punkt mehr auf ihrem Konto als RB Leipzig.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

Kommentar posten...

Kommentar posten...