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Das Transfer-Zeugnis der Liga: RBL mit Note 2

Dayot Upamecano, hier bei seiner ersten Pressekonferenz in Leipzig am 13. Januar 2017, blieb einziger RBL-Winter-Neuzugang. Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Die Winter-Transferperiode 2016/2017 bescherte der Fußball-Bundesliga mit fast 97 Millionen Investitionen in neue Stars einen neuen Rekordwert.

Teuerster Spieler in diesem Rekord-Winter war Yunus Malli (24), der für 12,5 Millionen Euro Ablöse vom 1. FSV Mainz 05 zum VfL Wolfsburg wechselte. Mit Riechedly Bazoey (20) vom niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam verpflichteten die „Wölfe“ für zwölf Mio. Euro einen weiteren Hoffnungsträger. Dayot Upamecano, der von RB Salzburg zu den Roten Bullen wechselte, ist mit zehn Millionen Euro der drittteuerste Spieler dieser Transferperiode. Er unterschrieb Anfang Januar in Leipzig und kostete exakt die gleiche Ablöse wie der Brasilianer Walace, den der Hamburger SV von Gremio Porto Alegre in die Hansestadt holte.

Eine Menge an Investitionen – doch wie fällt das Fazit der 18 Bundesligisten aus? Fußball-BILD machte am Donnerstag die Bewertung und verteilte dabei zwei Mal die Note 1 – an den 1. FSV Mainz 05 und Bayer 04 Leverkusen – sowie acht Mal die Note 2, unter anderem für den FC Bayern, der ohne Winter-Zugänge auskam, RB Leipzig, den SC Freiburg und 1899 Hoffenheim.

Upamecano verstärkt die Bullen-Defensive

Die Leipziger holten mit Upamecano nur einen Spieler, verliehen Zsolt Kalmar an Bröndby IF, Terrence Boyd ging nach Darmstadt, Vitali Janelt zum VfL Bochum und der ohnehin nur von Bayer Leverkusen geliehene Kryiakos Papadopoulos zum HSV. Das Urteil von Fußball-BILD zu Upamecano: „Damit hat man die Schwachstelle in der Innenverteidigung behoben.“

Eine glatte 5 gab es für Schlusslicht Darmstadt 98, das zwar mit Hamit Altintop in letzter Minute noch einen erfahrenen Mann verpflichten konnte und zudem Stürmer Terrence Boyd aus Leipzig holte, doch diesen Spielern fehlt, ebenso wie dem aus Schalke nach Hessen gewechselten Sidney Sam, die Spielpraxis. Einen positiven Effekt gab es bei den „Lilien“ folglich nicht, sie unterlagen mit 1:6 gegen den 1.FC Köln.

Isak-Wechsel sorgte für Dissonanzen beim BVB

Nur eine 3 bekommt der morgige Gegner der Leipziger, Borussia Dortmund. Die Borussia verpflichtete zwar das schwedische Supertalent Alexander Isak, zahlte neun Mio. Euro Ablöse an AIK Solna, doch der Transfer sorgte für Missstimmung zwischen Trainer Thomas Tuchel (43) und den Verantwortlichen Hans-Joachim Watzke (57) und Michael Zorc (54). Angeblich, so ließ Tuchel auf einer Pressekonferenz durchblicken, wurde Isak ohne das Wissen und die Zustimmung des Trainers geholt. Nicht mehr beim BVB ist Adrian Ramos – der Stürmer aus Kolumbien wechselte nach Granada und wurde in die chinesische Super League verliehen. Damit fehlt dem BVB im Sturmzentrum ein wertvoller zweiter Mann hinter Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang, der mit seinen öffentlich geäußerten Wechselabsichten zusätzliche Unruhe reinbrachte. Last but not least verlieh man Publikumsliebling Neven Subotic, der mit Tuchel nie wirklich klar kam, an den 1. FC Köln aus.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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