Aktuelle News

Droh-Mails für Chefredakteur

Die Protestwelle gegen RB Leipzig erreichte in Dortmund eine neue Dimension und einen absoluten Tiefpunkt. Foto: PICTURE POINT.

11FREUNDE Chefredakteur und RasenBallsport-Kritiker erhält Drohungen

Als Strafe für die Vorkommnisse bei der Partie Borussia Dortmund gegen den RB Leipzig, in deren Rahmen es zu Ausschreitungen seitens der Dortmunder kam, wird die Südtribüne für das kommende Heimspiel des BVB gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) leer bleiben.

Dortmund spielte bereits aufgrund von verschiedenen Ereignissen auf Bewährung.

Das Urteil des DFB-Sportgerichts wurde bereits von der Borussia Dortmund akzeptiert. Dennoch stößt das Urteil auch auf Kritik, zum Beispiel von Philipp Köster (44), dem Chefredakteur von 11FREUNDE. Er bezeichnet die Entscheidung des DFB-Sportgerichts als „Unsinn“ und fürchtet gleichzeitig, dass die Maßnahme zu einer gegenteiligen Wirkung führen könnte.

Nun berichtete er, er habe auf diese Aussage hunderte Emails mit Drohungen erhalten.

„Sperrung der Süd-Tribüne ist Unsinn“

Philipp Köster setzt sich für die Leser des Fanmagazins 11FREUNDE nicht nur mit Fankultur, sondern auch der Kommerzialisierung des Fußballs auseinander. Des Öfteren kritisierte er RasenBallsport Leipzig für letztere Entwicklung.

Für ihn treffe die Strafe, die Südtribüne komplett zu sperren, nur die Falschen. Er selbst verurteilte solche Geschehnisse mit Krawallen und Hassbotschaften, wie sie seitens der Dortmunder zu beobachten waren, aber er wolle sich auch für mehr Verständnis der Fankultur als heterogenes Publikum einsetzen.

„Es muss Kritik an RB möglich sein, ohne dass es zu so grauenhaften Taten und Spruchbändern führt“

Für seine Kritik am RBL bekam Köster „etwa 150 drohende E-Mails“. Er kritisierte zuvor das Vereinsmodell RBL und versuchte eine Differenzierung in der Beurteilung von Fans und Verantwortung zu treffen. In manchen Kreisen steht er nun als „Hetzer gegen Red Bull“ da. Doch das möchte er sich nicht bieten lassen. „Ich kann nicht erkennen, dass es unsererseits Aufrufe gegeben hat, Steine auf Kinder zu schmeißen. Es muss Kritik an RB möglich sein, ohne dass es zu so grauenhaften Taten und Spruchbändern führt.“




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

Kommentar posten...

Kommentar posten...