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Matthäus adelt RBL: „Leipzig zu 99 Prozent in der Champions League“

Champions League mit dieser jungen Truppe in der Red Bull Arena? Es ist kein Traum mehr! Archivfoto: GEPA pictures/Red Bull Content Pool

Ein starker Auftritt beim 3:0 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt, den Punkte-Rekord eines Aufsteigers, aufgestellt vom 1. FC Kaiserslautern im Jahr 1997,  mit 39 Punkten egalisiert – der Kaltstart ins neue Jahr bei zweistelligen Minustemperaturen gelang den Roten Bullen am Samstagabend vollends.

Die Experten sparten dabei nicht mit Lob für die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl, die das ab der dritten Minute – Rot für Lukas Hradecky – bestehende Überzahlspiel optimal ausnutzte und, blickt man nur auf den in der letzten Minute zurück gepfiffenen Treffer von Davie Selke, sogar noch höher gewinnen konnte.

Matthäus sieht die Bullen schon in der Königsklasse…

Weltmeister Lothar Matthäus (55) bei SKY: „Ich traue es dieser Mannschaft zu. Nach dieser Vorrunde mit 39 Punkten für einen Aufsteiger. Mit knapp über 50 Punkten ist man in der Europa League, und die holen sie auf jeden Fall. Die Mannschaft wirkt stabil und hat keine Mehrfachbelastung. Deshalb lege ich mich fest, dass Leipzig in der nächsten Saison zu 99 Prozent in der Champions League spielt.“

Rangnick: Stadion ist eine Waffe

Von derartigen Ambitionen wollte RBL-Sportdirektor Ralf Rangnick (58) anschließend im Stadion-Talk mit SKY nichts wissen: „Es geht für uns nur darum, das nächste Spiel zu gewinnen.“ Ganz wichtig für alle RBL-Fans: Rangnicks Statement zur Stadion-Debatte. „Die Frage ist, ob wir dann weiter hier spielen. Ich plädiere ganz klar dafür, dass wir auch in einer Umbauphase hier bleiben. An der Heimbilanz sieht man, dass dieses Stadion eine Waffe für uns ist. Wir haben hier drei Aufstiege erlebt, deswegen würden wir gerne hier bleiben.“ Der akribische RB-Macher aus Schwaben blickte indes schon auf das nächste Spiel gegen seinen Ex-Klub 1899 Hoffenheim, den er 2008 ebenfalls in die Bundesliga geführt hatte: „Hoffenheim ist die einzige noch ungeschlagene Mannschaft. Das ist für uns eine große Aufgabe und Herausforderung, ihnen vielleicht die erste Niederlage beizubringen.“

Bobic gegen Dr. Merk

Das Beste hob sich Eintracht-Sportdirektor Fredi Bobic (45) für den Schluss auf. „Ich muss wirklich schmunzeln, wenn ich mir in der Halbzeitpause den super Schiedsrichter-Experten Markus Merk anhöre“, giftete er gegen den ehemaligen Weltschiedsrichter aus Kaiserslautern, „dann denke ich, komm lass es. Diese Experten braucht wirklich kein Mensch. Dieses ganze Gequatsche macht doch gar keinen Sinn mehr. Wir werden keinen körperlosen Fußball mehr sehen. Es soll nicht unfair, aber schon noch ein bisschen körperbetont zur Sache gehen. Man soll nicht immer aus kleinen Dingen so große Sachen machen.“ Der gescholtene Dr. Merk wollte das natürlich nicht auf sich sitzen lassen: „Im Moment empfinde ich eine unfassbare Wahrnehmungsstörung. Zugehört kann er nicht haben, weil wir genau etwas anderes gesagt haben. Wir haben seine Spieler geschützt. Entweder hat er schlechte Informanten, aber zugehört kann er nicht haben. Es tut mir leid, aber das ist unsachlich und nicht fair. Er hat sich ja schon vor Weihnachten von den Medien und uns verfolgt gefühlt. Er hört nicht richtig zu. Ich kann das gut verkraften, aber ich verlange etwas mehr Fairness. Vielleicht überdenkt er das und wir sprechen darüber.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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