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Matthäus rügt RB-Bashing in Dortmund

Klare Worte von Weltmeister Lothar Matthäus an die RB-Hater. Archivfoto: PICTURE POINT.

Die Südtribüne im Dortmunder Signal Iduna Park hatte vor dem Spiel mit Dutzenden von Spruchbändern und Transparenten – teilweise jenseits der Geschmacksgrenze – Front gegen den RB Leipzig gemacht. „Bullen schlachten“, war auf der größten Stehtribüne Europas ebenso zu lesen wie ,,Für den Volkssport Fußball, gegen die, die ihn zerstören“.

Für Weltmeister Lothar Matthäus war dies zu viel Gift gegen den Aufsteiger. Der ehemalige Trainer von RB Salzburg, als Experte bei Sky live im Stadion dabei, rügte das RB-Bashing der Dortmunder und fand nach dem Abpfiff deutliche Worte.

Auch Watzke goss zuvor Öl ins Feuer

,,Leider ist es auch vor dem Spiel in der Innenstadt zu Zwischenfällen gekommen“, sagte Matthäus, „die Gruppierungen der Fans sind sehr unterschiedlich, die einen sind Traditionalisten und die anderen unterstützen diesen noch jungen Verein RB Leipzig. Und es gibt dann noch Verantwortliche, die diese Stimmung auch noch anheizen.“ Wen Matthäus damit gemeint hat, ist klar: BVB-Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke (57), zu dessen Lieblingsthemen das RB-Bashing zu gehören scheint. ,,Hier wird nicht Fußball gespielt, sondern eine Getränkedose promotet“, hatte der Dortmunder vor dem Spiel erklärt. Für den Welt- und Europameister ist klar: „Solche Sachen braucht der Fußball nicht!“

RB-Bashing gehört zu den unangenehmsten Begleiterscheinung in der Bundesliga, doch Kritik und Protestaktionen von Seiten der gegnerischen Fans sahen sich die Leipziger schon in der Regionalliga Nordost gegenüber, ebenso in der Zweiten Liga, als etwa die berühmte Westkurve des 1. FC Kaiserslautern gegen RBL und den wechselwilligen Lauterer Willi Orban (24) gegen die Roten Bullen mobil machte. Im DFB-Pokal flog in Dresden ein abgetrennter Bullenkopf in den Stadion-Innenraum. In der Bundesliga gab es u. a. in Köln eine Sitzblockade von so genannten FC-Ultras gegen den RBL-Mannschaftsbus – nun gab es in Dortmund einen neuen Tiefpunkt in Sachen Schmähungen gegen die Sachsen.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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