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RBL Letzter in der „Rotationstabelle“ – BVB Spitze

Auswechslungen bei den Roten Bullen - hier Rani Khedira für Timo Werner am 18. Spieltag gegen 1899 Hoffenheim - sind selten. Foto: PICTURE POINT / Sven Sonntag.

Borussia Dortmund auf Rang vier – dass der Vizemeister seinen eigenen Ansprüchen hinterher hinkt, hat viele Gründe. Neben der fehlenden Stabilität in der Defensive – der BVB kassierte mit 21 Toren die meisten Gegentreffer in der Spitzengruppe – kommt ein anderer Faktor hinzu: die Rotation.

Borussia Dortmund nie mit der gleichen Startelf

In 18 Spielen, so hat SPORT BILD (aktuelle Ausgabe) ermittelt, haben die Dortmunder in Person ihres derzeit angeschlagen wirkenden Trainers Thomas Tuchel (43) in der Startelf im Vergleich zur Vorwoche 69 Wechsel (!) vorgenommen, das sind im Schnitt vier pro Spieltag. Nicht ein einziges Mal lief Borussia mit der gleichen Startelf auf, Rekord an Wechseln war der achte Spieltag mit acht Wechseln – und einem höchst glücklichen 3:3 beim FC Ingolstadt. Damit liegt der fünfmalige Bundesliga-Meister klar vor Bayer 04 Leverkusen mit 60 Wechseln in 18 Spielen. Und auch die Bayer-Elf muss sich daher auf Platz neun bei sechs Zählern Rückstand auf Platz sechs ernsthafte Sorgen um den internationalen Wettbewerb machen.

Leipzig ,,tanzt nur noch auf einer Hochzeit“…

Letzter in der „Rotationstabelle“ ist RB Leipzig. Der Aufsteiger nimmt bei nur 23 Auswechslungen in 18 Spielen nur 1,4 Wechsel im Schnitt pro Bundesliga-Partie vor. Dass die Leipziger sich dies erlauben können, liegt nicht nur an ihrer komfortablen Situation in der Bundesliga, wo sie bereits zehn Punkte vor dem Drittplatzierten Eintracht Frankfurt liegen, sondern auch an dem frühen Pokal-Aus beim sächsischem Erzrivalen Dynamo Dresden. Ebenfalls kaum rotieren lässt FC-Coach Peter Stöger (50). Der österreichische Landsmann von RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl (49) nahm 24 Wechsel in 18 Spielen vor, das sind – wie bei den Leipzigern – 1,4 im Schnitt pro Spiel.

Mit einem Durchschnitt von 2,3 Wechseln liga-weit war der Rotationswert bei den 18 Clubs nie höher als in dieser Saison, das zeigt, wie sehr die meisten Trainer eine Überbelastung ihrer Spieler fürchten.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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