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Timo Werner: „Werde weiter mein Spiel durchziehen“

Timo Werner erzielte im Borussia-Park seinen zwölften Saisontreffer, liegt aktuell bei 13 Toren. Archivfoto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Sturmbulle Timo Werner (20) hat am Samstag mit dem entscheidenden Tor zum 3:1 gegen den 1. FC Köln und nach den neuerlichen Vorwürfen der Schauspielerei, gegen den FC und auch zuvor Mönchengladbach, die sportliche Antwort gegeben.

Der Schwabe machte zudem in einem Interview mit dem Kicker-Sportmagazin (Montagsausgabe) klar, dass er keinesfalls daran denkt, seine Spielweise zu ändern, um ein eventuelles, mediales „Buhmann-Image“ zu bekämpfen. Auch zum Thema „Nationalmannschaft“ äußerte sich der Wahl-Leipziger umfassend.

„Ich rechne nicht damit, für das Spiel gegen England (22. März 2017 in Dortmund, d. Red.) eingeladen zu werden, aber ich wünsche es mir“, sagte Werner im Kicker, „jeder Fußballer wünscht sich, mal zur Nationalmannschaft eingeladen zu werden. Ziele wachsen Stück für Stück mit dem Erfolg. Siehe RB Leipzig.“

„Ich habe in Leipzig wieder Spaß am Fußball!“

Die Frage nach seiner bisherigen Saisonleistung beantwortete Werner so: „Vor der Saison war mein Ziel ein Stammplatz bei RB. Das habe ich gut erreicht und zwar nicht nur wegen der nackten Zahlen, sondern so, wie ich mich als Spieler fühle. Ich bin nicht der Typ, der Tore schießen und Vorlagen geben muss, um mit seiner Leistung zufrieden zu sein.“ Aktuell steht das Tor-Konto des RB-Stürmers bei 13 Saisontreffern. Deshalb sieht Werner den Schritt nach Leipzig „als absolut richtig“ an. Er sagt: „Ich habe hier wieder riesigen Spaß am Fußballspielen. Jetzt bin ich wieder der alte Timo Werner.“

Der Umgang mit dem Misserfolg – mit dem VfB Stuttgart stieg Timo Werner 2016 aus der Bundesliga ab – hat den Angreifer verändert, wie er selbst sagt. „Wenn Du Erfolg hast“, glaubt Werner, „wirst du selbstbewusster und machst als Folge weniger Fehler. Wenn ich jetzt eine Chance vergebe, denke ich mir: Bleib ruhig, die nächste kommt.“

Keine Angst vor Buhmann-Image

Die Pfiffe der gegnerischen Fans, die ihn nach seiner Flug-Einlage beim 2:1 gegen den FC Schalke 04 am 3. Dezember 2016 als „Schauspieler“ oder „Schwalbenkönig“ titulieren, nimmt Timo Werner gelassen: „Wenn sie das brauchen und wollen, kann ich es nicht ändern, ich werde aber auch in Zukunft mein Spiel durchziehen. In Gladbach war die Situation eindeutig. Mein Gegenspieler (Gladbachs Abwehrspieler Tony Jantschke, d. Red.) ist mir mit beiden Beinen auf den Fuß getreten. Ich hatte Schmerzen, bin aber schnell wieder aufgestanden und weggegangen.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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