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Watzke: ,,Es wird eine Menge Stadionverbote geben“

Vor dem Spiel gegen Leipzig: Blick in den Signal Iduna Park. Foto: Markus Laue / Der Bullenblog.

Borussia Dortmunds Vorstandschef Hans-Joachim Watzke (57) ist erstmals seit den Vorkommnissen rund um das Spiel des BVB gegen RB Leipzig (1:0) vor zwei Wochen in die verbale Offensive gegangen.

Der BVB-Boss äußerte sich am späten Samstagabend im ,,Aktuellen Sport-Studio“ des ZDF zu den Maßnahmen gegen die Gewalttäter beim Leipzig-Spiel und nahm klar Stellung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen, wonach er die Stimmung vor der brisanten Partie zusätzlich angeheizt habe.

,,Es wird eine Menge Stadionverbote geben, aber immer nach Einzelfallprüfung“, bekräftigte Watzke, nachdem infolge der Menschen verachtenden Banner auf der Südtribüne 61 Täter von der Polizei ermittelt worden waren. Diese Maßnahmen, so Watzke weiter, geschähen jedoch nicht aufgrund des massiven öffentlichen Drucks. Der BVB-Chef: ,,Das tun wir aus Überzeugung, Borussia Dortmund steht seit über 100 Jahren für Gewaltfreiheit, wir haben neun hauptamtliche Fan-Betreuer, aber wir können nicht die Gewaltprobleme der Gesellschaft lösen.“

Viele Plakate ,,durch die Meinungsfreiheit gedeckt“

Zu den Ermittlungen in Sachen Schmäh-Banner gegen RBL: ,,Wir haben 65 Transparente gezählt, davon sind 60 Prozent durch die Meinungsfreiheit gedeckt, das gilt natürlich nicht für die unsäglichen Sachen wie ,,Bullen schlachten“ oder gegen Ralf Rangnick.“

Watzke bestritt energisch, die Stimmung vor dem richtungweisenden Duell verbal angeheizt zu haben: ,,Ich habe niemanden beleidigt und ich habe nicht von Feinden gesprochen, das waren Andere (Bayern-Präsident Uli Hoeneß bei seiner Wiederwahl Ende November, d. Red.), aber die Sprache im Fußball ist so. Ich bin ein überzeugter Demokrat und werde auch weiterhin meine Meinung klar äußern.“

Die Dortmunder mussten als Konsequenz aus den Vorfällen gegen Leipzig vom DFB eine Sperrung der berühmten Südtribüne hinnehmen. Die ,,gelbe Wand“ blieb am Samstag gegen den VfL Wolfsburg leer, der BVB gewann auch ohne die Unterstützung seiner treuesten Anhänger gegen die Niedersachsen mit 3:0 (1:0) und rückte – bei besserer Tordifferenz – auf fünf Zähler an RB Leipzig heran.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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