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Werner-Interview: „Kein Nein mehr zur Champions League!“

Timo Werner gehört zu den größten Marktwert-Gewinnern bei den Roten Bullen. Archivfoto: PICTURE POINT / R.Petzsche.

Er war einer von vielen Gewinnern in der Red Bull Arena am Samstagabend beim 2:1 (1:1) gegen 1899 Hoffenheim: Sturmbulle Timo Werner (20). Elftes Saisontor, starker Auftritt gegen „Hoffe“ und gefühlter Punktsieger im Duell der beiden derzeit besten deutschen Torjäger – gegen Hoffenheims Sandro Wagner (29).

Champions League – Werner spricht das Zauberwort!

Anders als die RB-Verantwortlichen, die in der Pressekonferenz nach dem Spiel und auch danach das Zauberwort „Champions League“ nicht in den Mund nehmen wollten, sprach Werner im Interview mit der Leipziger Volkszeitung (LVZ) das aus, was viele Fans in Leipzig denken – und was sich sicher fast der gesamte Fußball-Osten wünscht: RBL spielt nächstes Jahr in der Champions League! Der letzte ostdeutsche Vertreter im Meistercup – 1992 in Champions League umbenannt – war 1991 der FC Hansa Rostock. In diesem Jahr stellte der deutsche Fußball mit dem DFV-Meister und DFB-Champion 1. FC Kaiserslautern letztmalig zwei Klubs aus Ost und West im EP 1.

Werner: „In 16 Spielen kann noch sehr viel passieren. Wir müssen erstmal so weiterspielen wie bisher. Wenn wir die nächsten Spiele so bestreiten wie jetzt, können Sie nochmal fragen. Wenn wir die nächsten drei, vier Partien gewinnen, kann man fast gar nicht mehr Nein sagen zur Champions League.“

Die Frage, wer den jetzt der beste deutsche Stürmer sei, beantwortete Werner diplomatisch: „Immer noch Thomas Müller.“ Doch anders als der Weltmeister vom FC Bayern ist Werner derzeit so richtig in Topform. Der Schwabe dazu gegenüber der LVZ: „Ich hab jetzt in den vergangenen Spielen sehr gut getroffen, hab hier in Leipzig meine Spielfreude wiedergefunden, auch den Riecher vor dem Tor. Die Mannschaft hilft mir in allen Belangen. Meine Mitspieler servieren mir die Bälle teilweise super vors Tor, so wie heute Naby Keita. Da musste ich den Ball eigentlich nur noch am Torwart vorbeistupsen.“

Das Leipziger Spiel sieht Timo Werner trotz aller Lobeshymnen noch verbesserungsfähig: „In der Defensive sind die Abstände ab und zu noch zu groß, wenn wir vorn pressen. Da stehen wir Stürmer vielleicht mal nicht nah genug beieinander. Das kann man immer verfeinern. Aber im Großen und Ganzen sind wir hochzufrieden. Wir spielen genau den Fußball, den wir uns vorstellen.“

Jogi Löw ,,auf der großen Leinwand gesehen“

Dass der Bundestrainer im Stadion war, bekam Werner auf eigentümliche Weise mit: „In der Halbzeit habe ich ihn auf der großen Leinwand gesehen. Davor wusste ich gar nicht, dass er da ist, und danach habe ich mich wieder auf das Spiel konzentriert.“ Das Thema Nationalmannschaft will Werner „auf sich zukommen lassen.“ Er stellte klar: „Ich versuche, meine Leistung hier im Verein zu bringen. Wenn die irgendwann gut genug ist, um A-Nationalspieler zu werden, dann freue ich mich. Aber bis dahin gibt es in dieser Saison und in den kommenden Jahren noch genug Spiele, um zu zeigen, dass man irgendwann einmal da spielen darf.“

 

 




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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