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Wo kann der BVB gegen RBL punkten?

RB Leipzig beim Pokalspiel in Dresden, 2016. Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Platz vier in der Bundesliga, elf Zähler hinter Leipzig, für Borussia Dortmund geht es am Samstagabend (18.30 Uhr / Sky und Bullenblog-Ticker live) gegen die Roten Bullen um mehr als drei Punkte. Für die Dortmunder ist es praktisch die letzte Chance, Liga-Neuling Leipzig noch einmal anzugreifen.

Blickt man auf die Tabellen, so fällt auf, dass der Vizemeister aus Dortmund zumindest in der Bundesliga allen Ansprüchen hinterher hinkt.

Pluspunkt für den BVB: Im DFB-Pokal erreichte man das Achtelfinale, trifft dort am kommenden Mittwoch auf Hertha BSC (20.30 Uhr / ARD live), die Roten Bullen strauchelten hingegen in Runde eins beim sächsischen Erzrivalen Dynamo Dresden nach 6:7 im Elfmeterkrimi.

Leipzig besser als der BVB nach 18 Spielen im Vorjahr!

Und in der Bundesliga? Leipzig holte aus 18 Spielen 42 (!) Punkte, damit liegt man nicht nur elf Zähler vor dem BVB, sondern übertrifft auch dessen Ausbeute als Vizemeister aus der gleichen Spielzahl 2015/2016 (41 Punkte). In Sachen Torgefahr liegen die Dortmunder mit 38 Buden nur zwei Treffer vor den Leipzigern, die 36-mal einnetzten. Blickt man auf die Chancenverwertung (Quelle: Transfermarkt.de), so fällt auf: Dortmund erzielte mit 108 Torschüssen 38 Treffer, das macht eine Chancenverwertung-Quote von 19,4 Prozent (zweibeste Quote liga-weit). Die Leipziger machten aber aus 99 Torschüssen 36 Tore – und sind damit das effektivste Team der Liga! Pluspunkt also für RBL bei 20, 6 Prozent an verwerteten Torgelegenheiten. Damit liegen die Roten Bullen sogar noch vor Tabellenführer und Branchenriese FC Bayern, der aus 110 Schüssen 42 Tore machte (Quote: 19 Prozent).

Rote Bullen stellen das bessere Abwehr-Bollwerk

Defensive: Auch hier geht der Punkt an die Leipziger! Die Roten Bullen kassierten in 18 Spielen nur 16 Gegentore, der BVB musste 21 Treffer schlucken. In Sachen Heimbilanz liegen die Sachsen ebenfalls vor dem achtmaligen Deutschen Meister aus Dortmund. Zwar sind beide Teams vor heimischer Kulisse noch ungeschlagen, doch entschieden die Bullen acht von neun Heimpartien für sich. Sie mussten nur einmal die Punkte teilen, beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Insgesamt stehen 25 Leipziger Heimpunkte den 18 Zählern gegenüber, die die Dortmunder im Signal Iduna Park behielten. Der BVB hat ein Heimspiel weniger, spielte aber gegen Hertha BSC, den FC Augsburg (jeweils 1:1) und gegen den Erzrivalen FC Schalke 04 (0:0) dreimal und damit zu häufig unentschieden.

Auswärts lassen die Bullen die Dortmunder um vier Punkte hinter sich. Leipzig holte in neun Auswärtsspielen 17 Punkte, Dortmund nur 13, zwei RBL-Pleiten (in Ingolstadt und München) stehen drei Niederlagen des BVB in fremden Stadien (Leipzig, Leverkusen, Frankfurt) gegenüber.

Über die Routine kann Dortmund die Leipziger packen

Was spricht vor dem direkten Duell noch für den BVB? Die Erfahrung! Die Dortmunder kommen bei einer Kadergröße von 28 Spielern auf 2.968 Einsätze, das ist hinter dem FC Bayern (23 / 3.257 Spiele) der zweitbeste Wert in der Liga. Leipzig hingegen stellt mit nur 566 Einsätzen, die von 22 Spielern eingebracht werden, das unerfahrenste Team der Bundesliga – hinter dem 1. FSV Mainz 05. Der 30-Mann-Kader der Rheinhessen bringt es immerhin auf 962 Liga-Einsätze.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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