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Boyd über Leipzig: „Ich bin unendlich dankbar!“

Boyd wechselt mit sofortiger Wirkung nach Darmstadt / Terrence Boyd (RB Leipzig) during 2. DFL match between Rasenballsport Leipzig and FC Sankt Pauli in Leipzig, Germany on November 23rd, 2014 // GEPA pictures/Red Bull Content Pool // P-20141127-00217 // Usage for editorial use only // Please go to www.redbullcontentpool.com for further information. //

Seit Dienstag spielt der Rote Bulle Terrence Boyd (25) für die „Lilien“ vom SV Darmstadt 98. Zum Abschied sprach er mit der Leipziger Volkszeitung (LVZ) über seine Zeit bei RB und über den Abstiegskampf mit den Hessen.

Der kuriose Wechsel: Nur kurz nachdem sich Boyds Wechsel zum englischen Zweitligisten Huddersfield Town zerschlagen hatte, erhielt er einen Anruf vom neuen „Lilien“-Coach Torsten Frings, wenig später war der Vertragsentwurf perfekt. Terrence Boyd, US-amerikanischer Nationalspieler, unterschrieb bis Juni 2018 bei Darmstadt 98 – und übernimmt dort die schwierige Mission Liga-Erhalt.

Seinem neuen Trainer bescheinigt Boyd eine „große Überzeugungskraft und ansteckenden Optimismus“. Der gebürtige Bremer Boyd verriet der LVZ im Gespräch zudem, dass Frings neben Andreas „Andy“ Herzog einst sein Lieblingsspieler beim Verein seines Herzens, Werder Bremen, gewesen sei.

Gegen den FC ist Boyd vermutlich schon dabei

Boyd weiter: „Abstiegskampf ist vor allem Zweikampf und Hingabe. Von daher passe ich, glaube ich, gut nach Darmstadt.“ Der ehemalige Sturmbulle „geht schon davon aus“, gegen den 1. FC Köln am Samstag im Kader zu stehen. Wie zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) genießen die „Lilien“ auch im zweiten Spiel 2017 Heimrecht.

Angst vor einem „kühlen Empfang“, nur weil er vom polarisierenden RB Leipzig kommt, hat Boyd nicht. Er wiegelt ab: „Es ist meine Aufgabe, den Fans zu zeigen, dass ich alles für den Klassenerhalt tue.“ Und Boyd glaubt daran. „Mein erster Eindruck von der Mannschaft ist top, alles korrekte Jungs und absolute Profis“, sagt Boyd, „in Leipzig war ich einer der Ältesten, jetzt gehöre ich zu den Jüngeren. Die Stimmung ist gut, die Ansprache vom Trainer kommt an, im Training geht’s zur Sache. So muss das sein. Wir können es zusammen schaffen.“

Die antiken Katakomben am Böllenfalltor schrecken den US-Boy nicht

Einen Kulturschock hat Terrence Boyd angesichts der in Nostalgie erstarrten Mannschaftskabinen am Darmstädter Böllenfalltor („Bölle“) nicht erlitten. „Das mit den Kabinen ist eine Legende“, stellt er klar, „Darmstadt hat natürlich nicht so große Möglichkeiten wie RB mit dem riesigen Trainingszentrum, aber mir fehlt nichts. Der Rasen ist übrigens überall grün.“

Er sei „sehr dankbar“, dass Leipzig ihm bei seinem ablösefreien Wechsel keine Steine in den Weg gelegt hat. Boyd zum Abschied: „Dafür bin ich sehr dankbar. Ich konnte bei RB nie zeigen, weshalb man mich 2014 geholt hat. Das tut mir leid. Man hat mich hier immer sehr menschlich behandelt, mich in schweren Zeiten unterstützt. Dafür habe ich mich heute bei Herrn Rangnick bedankt…“

Bullenblog sagt: Wir danken Terrence Boyd – und wünschen viel Glück und Erfolg bei Darmstadt 98!




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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