Aktuelle News Spieltag

HSV-Fanprojekt: Vorwürfe an Leipzig

Blick auf den Gästefanblock in der Red Bull Arena. Foto: Carsten Germann / Der Bullenblog.

Ruhig blieb es auch rund um das Bundesliga-Spiel der Roten Bullen gegen den Hamburger SV (0:3) nicht. In der neunten Minute des Spiels demonstrierten die RBL-Anhänger unter dem Motto „Leipziger Liebe“ begleitet von einem Pfeifkonzert der anwesenden Hamburger Fans für eine friedliche Fußballkultur. Die Hamburger machten zudem mit Pyro-Attacken während der Partie auf sich aufmerksam. Nun werden seitens des Hamburger Fanprojekts auch körperliche Übergriffe zwischen Leipziger Ordnern und HSV-Fans laut.

Der Sicherheitsdienst habe nach Abpfiff den Hamburger Fans den Weg aus dem Stadion zunächst erschwert, hieß es in einem Statement bei Facebook. Dadurch sollten Einzelpersonen identifiziert werden, die für das Abbrennen der Pyro-Fackeln verantwortlich waren. Laut Fanprojekt habe sich aber schnell gezeigt, dass das Stadionpersonal selbst andere Ziele verfolgte. Die Folge: Als erste Hamburger vom Ordnungsdienst festgesetzt werden sollten, muss die Situation eskaliert sein, es folgten Handgreiflichkeiten, das HSV-Fanprojekt spricht von vermummten Ordnern und gezielter Gewalt gegen Hamburger Fans. Ein Anhänger der Hanseaten wurde dabei mutmaßlich verletzt.

Empörung von Seiten des HSV-Fanprojekts

In den Fokus geriet auch die Rolle der Polizei: „Es war zu beobachten, dass eine Vielzahl von Polizisten in unmittelbarer Nähe standen und lediglich passiv das Geschehen verfolgten.“ Stattdessen hätte man die „hoheitliche Befugnis“ gehabt, die Festnahmen selbst durchzuführen und sie nicht „weniger geschulten Ordnern“ zu überlassen.

Das Hamburger Fanprojekt zudem Bezug auf das Spiel von RB Leipzig in Dortmund. „Zu Beginn des Spiels setzten die Fans von RB Leipzig als Antwort auf die Vorfälle in Dortmund vielfache Zeichen gegen Gewalt. Die Fans, die ein Spruchband hochhielten auf dem ‚Gewalt ist die Zuflucht der Unfähigen‘ stand, haben sich wohl nicht träumen lassen, was nach Abpfiff der zweiten Halbzeit im Gästebereich ihres Stadions stattfinden sollte.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

1 Kommentar

Kommentar posten...