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Abzock-Masche bei RB-Tickets fliegt auf

Blick in die Red Bull Arena unmittelbar nach dem Spiel gegen Hoffenheim. Foto: BULLENBLOG / Carsten Germann.

Ticket Abzocke gestoppt

Bei den Leipziger Bullen ist nun ein heftiger Fall von Ticket-Abzocke aufgeflogen. Wie die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtet, habe RasenBallsport vor der Partie gegen den Hamburger Sport-Verein ein geheimes Treffen in einem Innenstadthotel gesprengt. Bei diesem Treffen wurde völlig überteuerte Tickets verkauft.

Im Visier steht vor allem der Ticketvermittler Viagogo, der seinen Sitz in der Schweiz. Das Gegenstück dazu ist ein geschäftstüchtiger „Fan“ aus Leipzig. Dieser verkaufte dutzende Dauerkarten weiter. Er selbst gehört einem offiziellen Fanclub des Vereins an.

Nach bisherigen Stand der Ermittlungen lief die Prozedur so ab: Mit gefälschten Adressen sicherte sich der selbsternannte RB-Fan insgesamt 50 Dauerkarten. Laut RB-Geschäftsbedingungen dürfen diese Karten nicht gewinnbringend weiterverkauft werden. Dennoch bot er sich unter anderem auch bei Viagogo an. Das ganze mit einem enormen Aufschlag. Viagogo selbst funktioniert ähnlich wie Ebay. Viagogo zieht Provisionen vom Kartenanbieter ein und verdient auch durch Bearbeitungs- und Versandgebühren mit.

Etwas diskreter soll die Verkaufsabwicklung aber in diesem Fall abgelaufen sein. Die Tickets in dem Innenstadthotel wurden direkt gegen Bares angeboten. Auch mussten die einzelnen Käufer eine Verpflichtungserklärung unterzeichnen, die besagt, dass sie nach dem Spiel wieder im Hotel abgegeben werden müssen. Bei Vertragsbruch würden 500 Euro Strafe drohen. Auf diese Weise wären die Karten weiter im Umlauf geblieben.

RB schaltete eine Abmahnkanzlei ein

Vor dem Hamburg-Spiel ging machten RB-Mitarbeiter allerdings einen Strich durch seine Rechnung. Man bot den Käufer gewöhnliche Tagestickets, wenn sie ihre Dauerkarten sofort abgeben. Ein Großteil der Käufer zögerte nicht lange. Mittlerweile sind die Dauerkarten gesperrt worden und die betroffenen Käufer konnten ihre überteuerten Tickets bei Viagogo rückabwickeln.

Dem “Fan” wurde in der Zwischenzeit mit Hausverbot gedroht auch wurde eine Abmahnkanzlei eingeschaltet. Der Mann wurde auf die schwarze Liste gesetzt, wird künftig auch keine Dauerkarten mehr kaufen können. RB wird fortan selbst Testkäufe über Viagogo machen, um weitere Täter zu schnappen.
Weiterhin appelliert der Verein an seine Fans, solche Vermittlungen zu vermeiden. Durch den RB wird in Zukunft eine eigene Tauschbörse angeboten, in der die Karten zum Selbstkostenpreis gehandelt werden können.

 




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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