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Bald zwei RBL-Kader?

Ralf Rangnick führte RB Leipzig in die Bundesliga. Archivfoto: GEPA pictures / Red Bull Content Pool.

Die angeblich zu hohe Belastung der Profis bleibt Dauer-Thema in der Fußball-Bundesliga. Auch in Leipzig hat sich RBL-Sportdirektor Ralf Rangnick (58) zu dieser Problematik geäußert. Immerhin kann der Aufsteiger mit einem Sieg in Dortmund am Samstag (18.30 Uhr / Sky und Bullenblog-Ticker live) 13 Punkte zwischen sich und den Tabellenvierten vom BVB bringen und fast schon für die Champions League planen. Zuvor hatte schon Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sich „weniger Abstellungen für Länderspiele“ für die Profis des deutschen Rekordmeisters gewünscht.

Zwei Kader sind für Rangnick in der Liga schon gelebte Praxis…

Rangnick am Freitag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F. A. Z.): „Es ist denkbar, dass man in Zukunft zwei Spielerkader unterhält – einen für die Liga, einen für Europa. Manche Vereine machen das bereits.“

Viele Clubs, so Rangnick weiter, würden schon jetzt auf die Belastungen, die die Vielzahl an Spielen mit sich bringt, reagieren und entsprechend priorisieren. Der Schwabe gegenüber der F. A. Z.: „Diese Entwicklung wird sich weiter verstärken. Wenn wir in der kommenden Saison international spielen sollten, dann brauchten wir bei unserer Spielweise noch mal vier Spieler von dem Kaliber, welches wir jetzt schon bei 16 Spielern haben.“

RB Leipzig, glaubt der Schwabe, der vor seinem Engagement in der Heldenstadt auch 1899 Hoffenheim und Hannover 96 in die Bundesliga führte, könne dann theoretisch zwei Teams in die Wettbewerbe schicken. „Was ein Trainer dann aber natürlich nicht lupenrein so machen wird“, räumte Rangnick ein. Die Tendenz sei hingegen klar. Man müsse, so seine Einschätzung, schon die Möglichkeit haben, theoretisch zwei verschiedene Teams ins Rennen schicken zu können, um den Mehrfachbelastungen gerecht zu werden.“ Gut für die Vereine, aber sicher für die Fans nicht ganz unproblematisch, denn schließlich wollen diese alle ihre Lieblinge sehn – und das in allen Wettbewerben.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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