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Burke: „Ein verrücktes halbes Jahr“

Beim 1. FC Köln (1:1) erzielte Oliver Burke sein bislang einziges Liga-Tor für RBL. Foto: PICTURE POINT / R. Petzsche

Über den Abflug von Sturmbulle Oliver Burke (19) wurde in dieser Woche reichlich spekuliert. Doch der Schotte, in seinem Heimatland durch eine Ablöse von 15 Millionen Euro zum teuersten Spieler aller Zeiten avanciert, denkt wohl eher nicht an einen Abschied.

„Im letzten Sommer ging alles sehr schnell“, erzählte der Stürmer der britischen Zeitung Daily Mail, „von daher war die Winterpause gut, um einmal tief Luft zu holen und sich auszuruhen. Die letzten sechs Monate waren die verrücktesten in meinem Leben.“ Leipzig hatte sich gegen zahlreiche Konkurrenten aus der englischen Premier League behauptet und Burke unmittelbar vor Ende der Sommer-Transferperiode verpflichtet. Der Offensiv-Allrounder wurde neben Naby Keita (21) zum teuersten Zugang der noch jungen Klubgeschichte.

In Leipzig sieht der Daily Mail „eine ernsthafte Herausforderung für Bayern Münchens Vorherrschaft“, doch Burkes Einstieg in der Bachstadt beschreibt das Blatte weitaus zurückhaltender: „Burkes Start mit nur einer Berufung in die Startelf war alles andere als explosiv. Doch obwohl er nur ein Tor erzielt hat, beeindruckte der Stürmer das deutsche Publikum mit seiner Schnelligkeit und seiner Wucht.“ Diese Qualitäten zeigte er auch gegen seine schottischen Landsleute. Gegen den Rekordmeister Glasgow Rangers (4:0) traf Burke im letzten Testspiel zum vorentscheidenden 2:0, sein einziges Tor in der Bundesliga erzielte er beim 1:1 in Köln am fünften Spieltag.

Bei allem Rummel um seine Person: Für Burke sind die Leipziger Jahre Lehrjahre. „Ich lerne an jedem Tag etwas dazu“, erklärt der schottische Nationalspieler, „und ich spüre, dass ich besser und besser werde. Der Trainer trifft die Entscheidungen und hoffentlich werde ich in Zukunft mehr Chancen bekommen, um zu spielen und das zu zeigen, was mich auszeichnet.“

Klingt auf jeden Fall nicht nach Abschied…




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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