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Compper im Interview: „Langer Weg zum Spitzenteam“

Starkes Interview vom Routinier: Marvin Compper. Foto: GEPA pictures / Red Bull Content Pool.

It’s a long way to the Top – Dieser legendäre Titel von AC/DC gilt auch für die Roten Bullen. So zumindest sieht es – im übertragenen Sinn – Abwehrspieler Marvin Compper. Der 31-jährige Routinier sprach am Mittwoch in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) über mannschaftliche Geschlossenheit beim Aufsteiger und erklärte, warum es für die Leipziger noch ein weiter Weg hin zu einem Spitzenteam ist. Und: Compper sieht keinen Grund, an der Spielweise oder der Ausrichtung etwas zu ändern.

„Ich denke, man sollte jetzt nicht meinen, man muss jetzt was anders machen und den Stil zu ändern“, so Compper mit Blick auf die ersten 16 Bundesliga-Spiele des Vereins, „es geht darum, weiter diese Spielweise aufs Feld zu bringen. Unsere größte Qualität ist die mannschaftliche Geschlossenheit, dass wir als Team funktionieren. Das müssen wir auch in der Rückrunde wieder bedingungslos zeigen.“

Compper mahnt aber auch: „Wir haben erst 16 Spiele hinter uns, aber noch 18 vor uns. Ein Fazit sollte man prinzipiell erst am Ende ziehen. Wir sollten nicht sagen: Wir sind unerschütterlich, sondern uns Woche für Woche beweisen.“ Und er appelliert ans Team: „Solange uns das bewusst ist und wir kapieren, dass keiner als einzelner was gerissen hat, sondern wir es als Mannschaft erreicht haben, solange sind wir auf einem guten Weg.“

Compper warnt: RBL ist noch kein Spitzenteam

Wohin dieser Weg die Leipziger letztlich führt, muss man abwarten. Über Nacht, so ist auch Marvin Compper sicher, wird RBL sicher nicht zum absoluten Spitzenklub. „Es ist ein langer Weg“, warnt er, „nur, weil man einmal in der Top 5 oder Top 6 ist, ist man noch lange kein Spitzenteam. Pep Guardiola hat es neulich einmal gesagt: Manchester City wurde zwei Jahre Meister, hat immer wieder in der Champions League gespielt, es gibt aber trotzdem eine Riesenlücke zwischen Manchester City und dem FC Bayern oder dem FC Barcelona. Wir haben die ersten Schritte getan und entscheidend ist, dass man gewillt ist, sich weiterzuentwickeln.“ Compper spricht aus Erfahrung: 2008/2009 stürmte er mit 1899 Hoffenheim und dem heutigen RB-Sportdirektor Ralf Rangnick die Bundesliga, wurde „Herbstmeister“ 2008 und sogar Nationalspieler – und stand am Ende mit den Kraichgauern nach einem Einbruch in der Rückserie mit leeren Händen da.

Wechsel nach Leipzig nie bereut

Sein weiterer Karriereweg führte Compper 2013 von Hoffenheim zum AC Florenz, ehe er ein Jahr später aus der italienischen Serie A zum damaligen Zweitliga-Aufsteiger RBL wechselte. „Ich war anfangs skeptisch, ob ich diesen Schritt machen soll“, kommentiert er rückblickend diesen Wechsel, „aber für mich war es gefühlt die letzte Möglichkeit, als älterer Spieler noch mal auf diesen Zug aufzuspringen. Ich bereue es keine Sekunde, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Ganz im Gegenteil.“

 




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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  • […] „Meine Spieler sind in Top-Verfassung und sie wollen mit ihrem Power-Fußball die Konkurrenz weiter erschüttern“, ist auch RBL-Coach Ralph Hasenhüttl (49) die Vorfreude deutlich anzumerken. „Ich denke, man sollte nicht meinen, man muss jetzt was anders machen und den Stil verändern“, sagte RB-Abwehrspieler Marvin Compper in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vom Mittwoch. […]