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Das große Stürmer-Duell: Werner gegen Wagner

Die Leipziger, im Bild, v.l.: Timo Werner, Marcel Halstenberg, Davie Selke, Stefan Ilsanker und Diego Demme bejubeln den dritten Treffer gegen Eintracht Frankfurt. Foto: PICTURE POINT / R. Petzsche.

Stürmer gesucht! Wenn RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr / Live bei SKY und im Bullenblog-Ticker) auf 1899 Hoffenheim trifft, sollte Bundestrainer Joachim Löw (56) genau hinschauen. Denn mit Sturmbulle Timo Werner (20) und U21-Europameister Sandro Wagner (29) von 1899 Hoffenheim treffen die beiden derzeit besten deutschen Stürmer in der Fußball-Bundesliga aufeinander.

Wer hat die Nase vorn – Werner oder Wagner? Keine leicht zu beantwortende Frage. Beide kommen auf jeweils 10 Saisontore, beide liegen in Sachen Chancenverwertung fast gleichauf. Timo Werner verwertete 71 Prozent seiner bisherigen Torgelegenheiten, Sandro Wagner nutze 70 Prozent seiner Chancen. Wie sieht es mit der Zweikampfquote aus? Hier ist der deutlich routiniertere Wagner im Vorteil. Er führte 411 Zweikämpfe, Timo Werner lediglich 278.

Wagner länger in der Bundesliga, als RBL alt ist…

Auch die Erfahrung spricht für Sandro Wagner, der seit 2007 in 133 Bundesliga-Spielen für den FC Bayern München, Werder Bremen, den 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC, Darmstadt 98 und Hoffenheim 31-mal traf. Der Stürmer, 2009 übrigens mit den späteren Weltmeistern Mats Hummels, Manuel Neuer und Mesut Özil in Schweden U21-Europameister geworden, kickt damit bereits zwei Jahre länger im „Oberhaus“ als der RB Leipzig alt ist. Ganz anders Timo Werner. Der Schwabe, der von Europameister Karlheinz Förster beraten wird, kommt trotz seiner erst 20 Jahre schon auf 112 Liga-Spiele für den VfB Stuttgart und die Roten Bullen und netzte dabei 23-mal ein.

Werner gilt als echter Tempostürmer und das schlägt sich auch in seiner Laufleistung nieder. 33 Sprints legt er pro Spiel hin, Wagner kommt in diesem Ranking nur auf 20 Sprints. Während Timo Werner eher als Konterstürmer durchgeht und vielfach lange Bälle und Steilpässe nutzt, ist Wagner ein Standardspezialist. Er erzielte vier Tore nach ruhenden Bällen, das ist Liga-Spitze. Im Hoffenheimer Offensivspiel nimmt Wagner eine zentrale Rolle ein, tauscht mit Kerem Demirbay (23) oder Nadiem Amiri (20) häufiger die Positionen. Diese Rochade im Angriffsspiel macht die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann (29) so unberechenbar. Timo Werner profitiert bei seinen schnellen Tempo-Dribblings vor allem von den Zuspielen von Naby Keita (21), Emil Forsberg (25) oder Yussuf Poulsen (22), harmoniert mit dem Dänen aktuell in der Spitze am besten.

Beide Stürmer hätten sich schon vor dem direkten Duell die Nominierung für die Nationalmannschaft gesucht. Denn für „Die Mannschaft“ gilt das Motto „Stürmer gesucht“ vor der heißen Phase der WM-Qualifikation und dem Confed-Cup im Sommer mehr denn je.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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