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DFB sperrt Hradecky nur für ein Spiel

Die Leipziger, im Bild, v.l.: Timo Werner, Marcel Halstenberg, Davie Selke, Stefan Ilsanker und Diego Demme bejubeln den dritten Treffer gegen Eintracht Frankfurt. Foto: PICTURE POINT / R. Petzsche.

Eintracht Frankfurt muss nur am 18. Spieltag auf seinen Stammtorhüter Lukas Hradecky verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main sperrte den finnischen Nationalkeeper am Montag für nur eine Bundesliga-Partie. Damit fehlt der 27-Jährige, Garant für Frankfurts Liga-Erhalt im Vorjahr, den Hessen nur am kommenden Wochenende beim FC Schalke 04. Der Keeper hatte weit außerhalb seines Strafraums vor dem heranstürmenden Bernardo den Ball mit der Hand gespielt. Logische Folge: von BILD am SONNTAG kassierte der irrende Finne die Note ,,6“ und das bedeutet im Jargon des Blattes „Hat das Geld nicht verdient“.

Keine wirkliche Einsicht bei Rot-Sünder Hradecky

„Das war doof von mir“, erklärte Pechvogel Hradecky hinterher den „Blackout des Jahres“ (BILD am SONNTAG), „es tut mir leid, ich habe mich bei allen Mitspielern entschuldigt, aber ich würde es wieder so machen.“ Für Hradecky, der den Rest der Partie in der Mixed Zone der Red Bull Arena verfolgte, war es eine traurige Bestmarke, holte er sich mit der Roten Karte von Schiedsrichter Deniz Aytekin aus Oberasbach den schnellsten Platzverweis eines Torhüters in der Bundesliga-Geschichte ab. „Es war eine Kurzschlusshandlung“, hatte auch RBL-Coach Ralph Hasenhüttl (49) später bei Sky Mitleid mit dem Frankfurter Schlussmann, „für uns war es gut, dass wir kurz danach den Freistoß zum 1:0 haben, denn es ist nie selbstverständlich, in Überzahl zu gewinnen.“ Sein Gegenüber, Eintracht-Trainer Niko Kovac (45) sah hingegen klar: ,,Nach dem Platzverweis war die Messe gelesen, da war nichts mehr zu machen.“

Auch Rebic wird der Eintracht fehlen

Die Frankfurter kassierten in Leipzig nicht nur ihre höchste Saison-Niederlage, sondern sie müssen auf Schalke kommende Woche neben Lukas Hradecky auch auf Ante Rebic (23) verzichten. Der früherer Leipziger, im Sommer 2016 vom AC Florenz an den Main gewechselt, sah die fünfte Gelbe Karte dieser Saison. Für Hradecky-Vertreter Heinz Lindner (26) gab es in Leipzig nicht viel zu halten, nach seinem Bundesliga-Debüt bei RBL muss der Österreicher nun in der Veltins Arena wieder auswärts ran – und wird nach der im Hessen-Derby gegen Darmstadt 98 zu erwartenden Rückkehr von Hradecky wohl noch auf sein Heim-Debüt im Torwart-Dress von Eintracht Frankfurt warten müssen.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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