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Die Bullen sind zurück: Kurioses beim 3:0 gegen Eintracht Frankfurt

Die Leipziger, im Bild, v.l.: Timo Werner, Marcel Halstenberg, Davie Selke, Stefan Ilsanker und Diego Demme bejubeln den dritten Treffer gegen Eintracht Frankfurt. Foto: PICTURE POINT / R. Petzsche.

Sechster Heimsieg in Folge und mit 39 Punkten auf Rang zwei weiter hartnäckigster Verfolger von Spitzenreiter FC Bayern München – die Roten Bullen schlugen am Samstagabend Eintracht Frankfurt mit 3:0 (2:0) und bleiben damit auf Erfolgskurs. Die Details könnt ihr auch noch mal im RB Leipzig Live-Ticker nachlesen.

Die Partie begann mit einer kuriosen Szene und sie endete mit einer diskutablen Situation. Schon nach drei Minuten fing Frankfurts Torhüter Lukas Hradecky den Ball außerhalb des Strafraums mit den Händen ab, Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) ahndete diesen Regelverstoß konsequent mit der Roten Karte für den Finnen. Für ihn kam der Österreicher Heinz Lindner zu einem Bundesliga-Debüt. Lindner danach bei SKY: „Es ist etwas Besonderes, sein Bundesliga-Debüt zu geben, ich glaube, dass ich die Nervosität mit der Zeit ablegen konnte. Die Niederlage schmerzt, aber in Unterzahl war es sehr schwierig für uns.“

Compper mit der frühen RBL-Führung

Drei Minuten nach dem Platzverweis die erlösende Führung für die Leipziger: Einen zu kurz abgewehrten Freistoß von Marcel Halstenberg lenkte Marvin Compper (6./Erstes Saisontor) aus kurzer Distanz ins Tor.

Die Frankfurter versteckten sich trotz Unterzahlspiels nicht, hatten nach 27 und 34 Minuten ihre besten Torszenen durch Ante Rebic, der jedoch zwei Mal am stark reagierenden RBL-Keeper Peter Gulacsi scheiterte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war es dann Timo Werner, der einen Freistoß von der linken Seite von Naby Keita mit dem Kopf ins lange Toreck lenkte – 2:0 (45. + 4). Es war der zehnte Saisontreffer des Sturmbullen.

Nach dem Wechsel ließen es die Leipziger etwas gemächlicher angehen, sie hatten die Partie aber in Überzahl jederzeit unter Kontrolle und belohnten sich für diese Überlegenheit mit dem 3:0 per Eigentor von Jesus Vallejo (67.), der einen Schuss von Halstenberg ins Tor bugsierte.

Regulärer Treffer von Selke?

Die Schlussszene gehörte dann wieder Schiedsrichter Aytekin, der einen Treffer von Davie Selke (wurde am Freitag 22 Jahre alt) nach angeblichem Stürmerfoul von Keita zurücknahm. Es war die letzte Szene des Spiels. RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl nach der Partie im SKY-Interview: „Es war wichtig, direkt nach der Roten Karte das Tor zu machen, es ist nicht selbstverständlich, in Überzahl zu gewinnen.“ Sein Frankfurter Kollege Niko Kovac: „Die Partie war früh gegessen, eine richtige Analyse kann man nach diesem Spiel nicht vornehmen, nach dem 0:1 hatten wir Chancen durch Ante Rebic. Wir haben aber dennoch verdient verloren.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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