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Doppelpass: „Leipzig jagt die Bayern bis zuletzt“

Dieses Duell wird die Liga bis zum Saisonfinale in Atem halten, glauben jedenfalls die Experten aus 18 verschiedenen Medien.

Dieser Rückrundenstart beeindruckte auch die Expertenrunde in der TV-Sendung Doppelpass bei SPORT 1. Die Fußball-Talkrunde, die sonntags live aus dem Münchner Airport-Hotel Hilton und mitunter auch aus der Autostadt in Wolfsburg kommt, beschäftigte sich zum Bundesliga-Auftakt beinahe selbstredend auch mit RB Leipzig und dem starken 3:0 gegen Eintracht Frankfurt.

Auch Veh sieht die Bullen reif für die Champions League

Armin Veh (55), ehemaliger Coach und Aufstiegstrainer der Eintracht, sieht die Leipziger als eine der Überraschungen der Saison an. „17 Spiele zuletzt konstant gespielt, fast keine Schwäche, relativ souveräne Auftritte und eine große Harmonie zwischen Sportdirektor und Trainer, bei der Punktzahl schaffen sie den Champions-League-Platz in jedem Fall.“ Dass die „Königsklasse“ in der kommenden Saison in Leipzig gastiert, sah auch Weltmeister Lothar Matthäus (55) am Samstag in einer Live-Analyse bei Sky mit Blick auf die RBL-Leistung gegen Frankfurt.

Die Rote Karte für seinen Ex-Klub, mit Sicherheit schon jetzt eine der kuriosesten Szenen der Saison, kommentierte Veh im Doppelpass am Sonntag so: „Hradecky wollte den Ball nicht vorbeilassen und ist ausgerutscht“.

Opdenhövel: „Es wird kein zweites Hoffenheim geben!“

Der frühere Schalke-Manager Horst Heldt (47) sieht in den Roten Bullen in jedem Fall „keinen normalen Aufsteiger“. Der Ex-Profi in der SPORT 1-Runde: „Sie haben eine Menge investiert und sie haben eine ambitionierte Mannschaft. Eine Truppe, die den Bayern – so die einhellige Meinung aller Doppelpass-Diskutanten, bis zum Schluss das Leben schwer machen wird. „Leipzig hat den Namen ,Bayern-Jäger‘ verdient“, glaubt DoPa-Moderator Thomas Helmer (51), „sie wirken eingespielt und defensiv sehr solide.“ Der ARD-Moderator und dreimalige Träger des Deutschen Fernsehpreises, Matthias Opdenhövel (46), glaubt nicht an einen Absturz nach dem Bullen-Höhenflug: „Leipzig wird nicht einbrechen, ein zweites Hoffenheim wird es nicht geben, dazu sind sie viel zu gut.“ 1899 Hoffenheim war – mit RB-Macher Ralf Rangnickt – 2008 zur „Herbstmeisterschaft“ gestürmt, konnte diese Leistung aber nach dem Jahreswechsel und dem Umzug von Mannheim in die neue Rhein-Neckar-Arena nicht bestätigen und stürzte bis auf Rang sieben und damit aus den internationalen Plätzen.

Leipzig „das Gegenteil von Darmstadt 98“

Geht es nach Matthias Brügelmann (44), dem Chef der neuen Fußball BILD, so verbieten sich die Diskussionen um das „Leipziger Modell“. Der renommierte Sportjournalist und bekennende Werder-Fan sieht viel mehr DFB und DFL in der Pflicht: „Dann muss die 50 plus 1-Regel einfach weg, die DFL hat das Leipziger Modell damals geprüft und genehmigt, die Liga sollte grundsätzlich froh sein über jeden Euro, der investiert wird.“ Auch Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch hält die Debatte für überholt: „Die Diskussion um Leipzig ist mir zu einfach, denn auch anderen Vereine verdienen viel Geld. Leipzig hat eine gute Jugend-Akademie und sie haben einen Masterplan– sie sind quasi das Gegenteil von Darmstadt 98.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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