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Eintracht-Vorstand Axel Hellmann ohne Angst vor den Bullen

Diesen Jubel wollen die RBL-Fans ab Samstag wieder sehen. Archivfoto: GEPA Pictures / Red Bull Content Pool.

Durch die Fußball-Europameisterschaft und Olympia startete die Bundesliga reichlich spät in die Saison 2016/2017. Deshalb wird jetzt am kommenden Samstag um 18:30 Uhr das letzte Hinrundenspiel der Bullen gegen die Eintracht aus Frankfurt stattfinden. Der Vorstand der Frankfurter, Axel Hellmann allerdings kann dem RB Leipzig nicht sonderlich viel Positives abgewinnen, neben einer heißen Stimmung in der Red Bull Arena erwartet er auch die ein oder andere Ausschreitung.

5000 Gästekarten durch Eintracht – Fanfreundschaft zu BSG Chemie Leipzig

Das gesamte Kontingent an Gästekarten ist bereits restlos ausverkauft, an der Zahl waren das 5.000 Karten für die Frankfurter Anhänger. Doch bei den 5.000 soll es nicht bleiben, in der Messestadt Leipzig werden noch mehr Fans der Eintracht erwartet. Axel Hellmann ist auch sicher, ein Großteil der frei verfügbaren Karten würden an die Frankfurter gehen. Ein ähnlicher Boykott wie der durch die Dortmunder Ultras stand zu keinem Moment zur Debatte.
Auch besteht die durch die Fan-Freundschaft der Eintracht zum Oberligisten BSG Chemie Leipzig eine gute Verbindung zur Stadt. Zum Erhalt des Alfred-Kunze-Sportparks überreichte Hellmann im September letzten Jahres einen Scheck in Höhe von 10.000 €. Das ganze geschah im Rahmen eines Benefizspiels.

Hellmann fordert lautstarke Unterstützung statt Pyro und Schmähgesängen

Im Vorfeld der Partie Leipzig gegen Frankfurt fordert der Eintracht Vorstand Unterstützung von den Fans, „Lautstark unterstützen statt Schmähungen und Pyro“, so der Vorstand. Gegenüber der FAZ ließ er klar stellen, es gäbe keine rivalisierenden Gruppen zwischen den beiden Vereinen. Er geht von keinem Risikospiel aus, ist sich aber dennoch bewusst, dass die Eintracht-Anhänger sich gerne traditionsbewusst zeigen würden.

Eintracht Vorstand kritisiert Wettbewerbsverzerrung durch Absatzinteresse

Hellmann selbst hat für die Roten Bullen aus Leipzig nicht sonderlich viel übrig. „Meine Kritik richtet sich im deutschen Fußball grundsätzlich gegen jene Modelle, in denen Konzerne aus Absatzinteresse Klubs am Reißbrett erschaffen, mit den Kapitalmitteln des Konzerns dann den sportlichen Wettbewerb verzerren und die Jugendlichen aus den Nachwuchsleistungszentren wegkaufen”, urteilt er über den Aufsteiger aus Sachsen. Dieses Modell würde jegliche Prinzipien auf den Kopf stellen, den Fußball durch Sponsoren zu fördern und nicht andersherum.

Er möchte sich nicht damit abfinden, dass größere Budgets auch einen höheren Erfolg bedeuten würden. Wer fokussiert und fleißig an den kleinen Details arbeiten würde, könne gegen dieses Modell ankämpfen.

Hellmann lobt Leipziger Fußball

Hellmann möchte mit seinen Aussagen nicht RB Leipzig im Besonderen kritisieren, er möchte laut eigenen Aussagen lediglich vor den Gefahren warnen, die er in wirtschaftlicher Abhängigkeit sieht. Im gleichen Zuge lobt er den “tollen Ball” den die Bullen aus Leipzig im bisherigen Verlauf der Bundesliga Saison gespielt haben. Auch spricht er den Verantwortlichen aus Leipzig eine sehr gute Arbeit zu. Es sei „anzuerkennen, dass sie einen tollen Ball spielen und die Verantwortlichen eine sehr gute Arbeit machen”, so der Eintracht-Vorstand.




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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