Aktuelle News Spieler

Europameister Karlheinz Förster: „Leipzig? Ein durchdachtes Modell!“

Champions League mit dieser jungen Truppe in der Red Bull Arena? Es ist kein Traum mehr! Archivfoto: GEPA pictures/Red Bull Content Pool

Er war Europameister 1980, Vize-Weltmeister 1982 und 1986 und Deutscher Meister 1984 mit dem VfB Stuttgart. Karlheinz Förster (58) weiß, wie man mit einem Außenseiter Deutscher Meister wird. In der Bundesliga-Saison 1983/84 hatte die Schwaben kaum jemand auf der Rechnung, doch sie entthronten Titelverteidiger Hamburger SV.

Dass nun RB Leipzig in dieser Saison die Liga aufmischt, macht Förster (311 BL-Spiele für den VfB Stuttgart) richtig Spaß. „Die Bundesliga spielt ein bisschen verrückt in dieser Saison, aber das macht auch ihren Reiz aus“, erklärte der inzwischen als Spielerberater erfolgreich tätige Ex-Abwehrchef der Schwaben in einem Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) vom 1. Januar 2017. Leipzig sieht er aus unterschiedlichen Gründen als größte Überraschung der bisherigen Hinrundenspiele an – und dann doch wieder nicht.

„Leipzig strebt in die Champions League“

Förster in der RNZ: „Ja, Leipzig hat mich überrascht, weil ich nicht erwartet habe, dass die Mannschaft gleich in der ersten Saison nach dem Aufstieg derart durchstartet. Nein, weil dahinter ein durchdachtes Modell steht. Red Bull investiert sehr gezielt und setzt sich sportlich kein Limit. Das große Geld wird in der Champions League verdient – dorthin strebt Leipzig. Gehälter und Gesamtetat wachsen mit, zugleich werden Infrastruktur und Nachwuchsarbeit ausgebaut.“

Ein besonderes Lob hatte der frühere Defensivmann vom VfB Stuttgart und von Olympique Marseille auch für den RB-Sportdirektor: „Ralf Rangnick ist für den Club ein Glücksgriff: Er hat ein Auge für talentierte Spieler und Trainer, arbeitet sehr systematisch und ist enorm ehrgeizig.“

Seinen Schützling Timo Werner betreffend, den Förster berät, sagte er in dem Gespräch mit der RNZ: „Ich hätte ihn gern bei 1899 Hoffenheim gesehen, es gab auch Verhandlungen, aber am Ende scheiterte es an der Ablösesumme.“

Werner, Marktwert acht Mio. Euro, wechselte vor der Saison und nach dem Abstieg des VfB für rund zehn Mio. zu den Roten Bullen. Schon Mitte November pries Karlheinz Förster in einem Interview mit dem Südwestrundfunk (SWR) die kometenhafte Entwicklung des Stürmers: „Die ist hervorragend, das sieht jeder. Er hat das Selbstvertrauen, weil ihn die Trainer spielen lassen. Natürlich braucht man auch ein wenig Glück, aber im Moment kommt alles Positive zusammen.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

Kommentar posten...

Kommentar posten...