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Hasenhüttl: “Alles kann, nix muss” – Mit Swinger-Klub Motto gegen den BVB

RB Leipzig beim Pokalspiel in Dresden, 2016. Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Mit Swinger-Klub Motto gegen den BVB

Unter Woche hat Coach Ralph Hasenhüttl das Bett hüten müssen, auch ihn hat die interne Grippewelle beim RasenBallsport erwischt. Eine heftige Grippe streckte den ungeimpften Trainer nieder. Am Donnerstag bei der Pressekonferenz erschien Hasenhüttl mit fiebrigen Augen. Dennoch demonstrierte der 49-Jährige das riesige Selbstbewusstsein seines Teams. Auch die Vorfreude auf die heiße Partie gegen die Dortmunder (Samstag, 18.30 Uhr bei uns im Live-Ticker) ließ er sich von der Grippe nicht nehmen.

Hasenhüttl über den Zustand des Team

Über sich selbst erzählt er, dass es ihm wieder soweit gut geht. 48 Stunden lang litt er kontinuierlich unter Fieber, das zurückging. Er habe das Schlimmste hinter sich.

Im Bezug auf sein Team macht sich der Coach mehr Sorgen. Timo Werner habe es leider auch schon erwischt, kurz zuvor telefonierte er mit dem Top-Torjäger der Bullen. Aber auch dem jungen Stürmer geht es schon besser, dennoch mache es keinen Sinn, ihn einzusetzen. Andere Spieler haben unterdessen kleine Blessuren ausgestanden. Oliver Burke sei als Option wieder im Kader für das Dortmund Spiel.

Ersetzen könne man allerdings Timo Werner nicht, weil man keinen anderen Spieler mit solch einem Tempo und Tiefgang habe wie den 20-Jährigen. Die Stärken Werners würden gerade in Dortmund im Normalfall brutal helfen, erzählt Hasenhüttl. Er müsse nun sein Spiel etwas anders auslegen. Ein paar Optionen hätte man aber, so stünden Davie Selke, Oliver Burke und Marcel Sabitzer bereit. Sollte Sabitzer als hängende Spitze agieren, würde wohl Kaiser die Zehn besetzen.

Starke mentale Form der Leipziger

„Wir sind auf weiter Flur die einzigen, die noch da vorn an den Bayern dran sind. Wenn es uns nicht gäbe, wäre die Bundesliga so wie in den vergangenen vier Jahren bereits im März entschieden. Das ist auf unsere Mentalität zurückzuführen. Wir jammern nicht, sondern versuchen die Probleme zu lösen. So wird es auch am Wochenende in Dortmund sein. Wir haben nicht die Topformation auf dem Platz, aber das hindert uns nicht daran, Top-Leistungen zu bringen.”

Man sei in Dortmund seitens des RBL nicht unter Druck. Man müsse nicht gewinnen, man will es. ,,Alles kann, nix muss”. Der Druck liege einzig und allein beim BVB, der bereits elf Punkte hinter dem RBL steht.

Zu Dortmunds Klasse meinte Hasenhüttl: „Man kann die Klasse von BVB und FC Bayern absolut miteinander vergleichen. Der Unterschied ist, dass sie in dieser Saison nicht immer gewonnen haben, wenn sie mal einen schlechteren Tag haben und deswegen nicht dort stehen, wo sie gern stehen würden. Aber das sind marginale Unterschiede. Gegen Dortmund brauchen wir vor allem das Spiel gegen den Ball. Das muss perfekt funktionieren. Wir werden derzeit für viele Attribute gelobt, für die früher der BVB gelobt wurde. Das macht uns sehr stolz, weil wir uns das hart erarbeitet haben. Aber dass das dazu geführt hat, dass wir jetzt elf Punkte vor dem BVB stehen, ist Wahnsinn.”

Die 80.000 werden am Samstag eine beeindruckende Kulisse bilden, dies hindere den RBL allerdings nicht daran, dort mutig und selbstbewusst aufzutreten. ,,Ich weiß, dass ich eine Mannschaft habe, auf die ich mich absolut verlassen kann und die heiß ist auf solche Spiele. Die Mannschaft ist bereit, sich zu stellen. Grundsätzlich ist unser Ansatz, uns von nichts beeindrucken lassen, so wird es auch in Dortmund sein. Eine Kulisse entscheidet keine Spiele. Je lauter es ist und je größer die Kulisse, umso konzentrierter sind wir eigentlich. Um weitere Entwicklungsschritte zu gehen, brauche ich solche Spiele für meine Mannschaft.”




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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