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Heim-Serie hält – Rote Bullen gewinnen „El Plastico“ 2:1 gegen 1899 Hoffenheim

Die Rote Karte von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Landshut) gegen Sandro Wagner (Hoffenheim) zieht zwei Spiele Sperre nach sich.. Archivfoto: PICTURE POINT.

Das war reine Nervensache! RB Leipzig bezwingt 1899 Hoffenheim im Verfolgerduell der Fußball-Bundesliga am Samstagnachmittag vor 39.000 Zuschauern mit 2:1 (1:1). Damit konnten die Roten Bullen damit den Tabellendritten aus dem Kraichgau auf Distanz halten, und mit 42 Punkten an Spitzenreiter FC Bayern München dranbleiben.

Schockmoment durch Amiri

Die Leipziger hatten die Partie bei winterlichen Temperaturen zunächst voll im Griff. Naby Keita (5.) traf nach guter Vorarbeit von Timo Werner nur den Pfosten des von Oliver Baumann vorzüglich gehüteten Hoffenheimer Tors.

Pech hatten die Bullen auch nach 17 Minuten, als ein Kopfball von Willi Orban nur knapp am Tor vorbeizischte. Vorangegangen war die dritte Ecke der Leipziger durch Marcel Halstenberg.

Die Gäste kamen praktisch mit ihrer ersten torgefährlichen Aktion zum Erfolg: Konter der Hoffenheimer über Sebastian Rudy und dann legte Kerem Demirby den Ball quer zu Andrej Karmaric und Nadiem Amiri schloss dieses perfekte Zusammenspiel vor dem leeren Tor ab – das 0:1 (18.)

Die Leipziger nur kurz geschockt, kombinierten ruhig weiter und hatten durch Yussuf Poulsen, der freistehend aus sechs Metern vergab, die Riesen-Ausgleichs-Chance (26.).

Das verdiente 1:1 dann aus abseitsverdächtiger Position: Naby Keita eroberte am Hoffenheimer Strafraum den Ball, legte die Kugel in den Lauf von Timo Werner, der aus kurzer Distanz abschloss – 1:1 (38). Es war das elfte Saisontor für den Schwaben und auch Bundestrainer Joachim Löw machte sich bei diesem Treffer auf der Tribüne Notizen. Winkt da eine Einladung zum Nationalteam, wird Werner der erste Akteur der „Mannschaft“ aus Leipzig?

Rot – das Aus für Wagner

Die Wende in der 61. Minute: Sandro Wagner mit einem rüden Einsteigen gegen Stefan Ilsanker – und der Roten Karte. Die Roten Bullen damit in Überzahl. Nutzen konnten sie diese lange nicht: Werner (67.) scheiterte nach Zuspiel von Keita aus kurzer Distanz an Baumann und der 1899-Torhüter und U21-Nationalkeeper parierte auch eine Minute glänzend gegen Poulsen, der in der 72. Minute für Davie Selke vom Platz ging.

Die Erlösung nach 77 Minuten: Ein abgefälschter Schuss von Marcel Sabitzer fand aus 17 Metern ins Ziel – 2:1, Spiel gedreht! Donnernden Applaus gab es nach 90 Minuten für den immens fleißigen Naby Keita, der für Dominik Kaiser ausgewechselt wurde. Timo Werner holte sich n der Nachspielzeit die Ovationen des Publikums ab, für ihn kam Rani Khedira. Indes: Werners Leistung dürfte Tribünengast Joachim Löw beeindruckt haben.

Es war ein Zittersieg: In der Schlussphase kamen die Hoffenheimer noch einige Male gefährlich in den RB-Strafraum, aber Peter Gulacsi hielt den Sieg fest. Der Rest war eine Leipziger Party inklusive Ehrenrunde – trotz eisiger Temperaturen.

Timo Werner brachte die Roten Bullen mit seinem 11. Saisontor in die Partie zurück.
Foto: PICTURE POINT / R. Petzsche.



Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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