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Bullenstark: Der Hinrundenrückblick des RBL

Marcel Halstenberg durfte mit RBL schon den Aufstieg in die Bundesliga bejubeln. Archivbild: GEPA Pictures / Red Bull Content Pool.

Die Hinrunde ist seit dem vergangenen Wochenende komplettiert, die Roten Bullen aus Leipzig konnten sie mit einem 3:0 (2:0) gegen die Frankfurter Eintracht abrunden. Nur die Bayern (42) holten mehr Punkte als Leipzig (39) in der Hinserie. Kaum einer hätte im Vorfeld der Saison einen solchen Höhenflug der Leipziger erwartet.

Es war für Leipzig die erste Hinrunde im Oberhaus des deutschen Fußballs. Nun ist es Zeit, um auch diese fantastische Hinserie zurück zu blicken.

Hinrunden Erwartungen weit übertroffen

Mit vergleichsweise geringen Erwartungen startete Leipzig seine erste Bundesliga Saison. Das einzig offiziell ausgegeben Ziel nach dem Aufstieg von der zweiten in die erste Bundesliga war, eine sorgenfreie Saison zu absolvieren. Nach der Hälfte der Saison urteilt Coach Ralph Hasenhüttl (49): ,,Ich kann jetzt schon sagen, dass es eine erfolgreiche ist”. Und was sollte er anderes sagen? Sein Team ist der härteste Verfolger der Münchner Bayern, die weiter als großer Favorit auf den Titel gilt. Bei 39 Punkten, lässt sich der Durchschnitt der erzielten Zähler leicht errechnen: 2,3 Punkte sammelte man pro Spiel. Den höchsten Bundesliga-Heimsieg feierte man am vergangenen Samstag gegen Eintracht Frankfurt (3:0).

Bester Aufsteiger aller Zeiten

Stand jetzt, also genau zur Mitte der Saison ist Leipzig der beste Aufsteiger der Bundesliga – Geschichte. 39 Zähler sammelte man bei einem Torverhältnis von 34:15. Damit toppte man die Roten Teufel aus Kaiserslautern, die zum selben Moment ihrer Meistersaison 1997/1998 zwar dieselbe Anzahl an Punkten hatten, jedoch ein schlechteres Torverhältnis vorwiesen.

Auch einen alleinigen Aufsteigerrekord konnte man aufstellen : Die Bullen aus Leipzig mussten nur 15 Gegentreffer in den ersten 17 Spielen hinnehmen.

Leipzig Stars der ersten Saisonhälfte

Unangefochtener Toptorjäger der Bullen ist Timo Werner (20), dem jungen Stürmer gelangen zehn Bundesliga Treffer, damit ist er aktuell der viertbeste Torjäger der Bundesliga. Die Rangliste der Bundesliga-Vorlagengeber wird sogar allein von einem Leipziger angeführt: Emil Forsberg bereitete bereits neun Treffer vor, erzielte fünf selbst. Auch den besten defensiven Mittelfeldspieler stellen die Leipziger, zumindest nach Wahl des Kicker.

Verletzungspech in der Defensive

Vor allem in der Abwehr wurden die Bullen von Verletzungen geplagt. Lukas Klostermann riss sich das Kreuzband, Marvin Compper kämpfte mit seinem Sprunggelenk, Meniskusprobleme bei Bernado und eine Knie-OP beim Neu-Hamburger Kyriakos Papadopoulos. Auf beeindruckende Art und Weise kompensierte Hasenhüttl mit seiner Mannschaft diese Ausfälle, so wurde aus Stefan Ilsanker ein Innenverteidiger und aus Dominik Kaiser ein Rechtsverteidiger. Für die Rückrunde sicherte man sich dann aber doch lieber die Dienste von Dayot Upamecano, um für eine weitere Option zu sorgen, gerade da “Papa” den Klub verließ.

Aufreger und Offensiv-Power

Wochenlang sorgte die Schwalbe von Timo Werner für Gesprächsstoff in den Medien, im Strafraum der Schalker ließ er sich äußerst auffällig fallen – um es etwas beschönigt zu sagen. Dennoch lief es in der Offensive in der Hinrunde sehr gut. Vor allem für Top-Torjäger Timo Werner, er erzielte allein 10 Treffer. Mit starken 34 Toren stellt man die drittbeste Offensive der Bundesliga. Lediglich Bayern und Borussia Dortmund konnten mehr Treffer erzielen. Auffällig war, dass man immer versuchte ein schnell in Führung zu gehen. Sieben Treffer gelangen dem RB schon innerhalb der ersten sechs Spielminuten.

Heimstark und volle Ränge

In der heimischen Red Bull Arena blieb man bislang ungeschlagen, 22 von 24 Punkten konnte man hier behalten. Neben sieben Siegen gab es ein 1:1 gegen Mönchengladbach. Auch waren sieben der acht Heimspiele ausverkauft. Lediglich gegen den FC Augsburg waren es etwas weniger als die Vollauslastung von 42.558. Der Ruf nach einem Stadionausbau wird immer lauter, er wird wohl in den folgenden Jahren erfolgen. 333.627 Zuschauer sahen die Heimspiele der Leipziger.




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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