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Hradecky-Abmarsch: Szene des Spieltages gab es in Leipzig

Die Leipziger, im Bild, v.l.: Timo Werner, Marcel Halstenberg, Davie Selke, Stefan Ilsanker und Diego Demme bejubeln den dritten Treffer gegen Eintracht Frankfurt. Foto: PICTURE POINT / R. Petzsche.

131 Sekunden waren am Samstagabend in der Red Bull Arena gespielt und schon ereignete sich eine Szene, die wir mit Sicherheit in jedem Bundesliga-Jahresrückblick sehen werden. Frankfurts Torhüter Lukas Hradecky (27) fing den Ball wie von allen guten Geistern verlassen weit vor dem Strafraum mit den Händen ab und bekam von Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) direkt die Rote Karte gezeigt. Es war der schnellste Bundesliga-Platzverweis für einen Torhüter!

BILD-Spott für Hradecky

„Blackout des Jahres“, titelte BILD am SONNTAG, „Leipzig sieht nach Hradecky-Abmarsch.“ Das Blatt unkte: „Weiß Lukas Hradecky, wie groß sein Strafraum ist?“ – und gab ihm die Note 6 (,,Hat das Geld nicht verdient“). Das ist bitter, denn neben Hradecky hatte auch am Samstag auch Bremens Keeper Jaroslav Drobny einen Blackout, als er gegen Dortmunds Marco Reus die „Notbremse“ zog.

Der Finne Hradecky noch während der Partie bei Twitter: „Ich hätte den Ball lieber laufen lassen sollen, aber es war ein Reflex.“ RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl (49) dazu: „Wenn er wegbleibt, gibt es nur Tor, so ist es natürlich das größere Übel.“ Auch Eintracht-Coach Niko Kovac (45) sah klar: „Er hat sich falsch entschieden, aber im Nachhinein ist man immer klüger.“

Und dann noch Bobic vs. Merk…

In jedem Fall war dies die Szene des 17. Spieltages – richtig „rund“ wurde der perfekte Start ins Jahr für RBL beim 3:0 (2:0) gegen die Hessen dann nach dem Spiel mit dem Zoff zwischen Frankfurts Sportdirektor Fredi Bobic (45) und dem früheren FIFA-Schiedsrichter Dr. Markus Merk (54, Kaiserslautern). Für die Eintracht war es die erste Niederlage gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte, von den Leipzigern schaffte es mit Torschütze Timo Werner (traf zum 2:0 / 45. + 4) Marvin Compper, Marcel Halstenberg und Naby Keita gleich vier Spieler in die „Elf des Tages“ von BILD am SONNTAG.

Überhaupt dürfen sich die Roten Bullen neben Borussia Dortmund in der Verfolgergruppe als Gewinner des Tages sehen. Die Leipziger verteidigten ihren zweiten Platz eindrucksvoll, der BVB sprang von Platz sechs auf vier, profitierte vom Ergebnis in Leipzig und am Sonntag von Herthas 1:3-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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