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Jetzt oder nie: Davie Selke am Scheideweg

Bekommt Davie Selke (m., hier beim Gang zu den RBL-Fans in Dortmund) in Mönchengladbach eine neue Chance in der Startelf? Archivfoto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach und in bis zu fünf weiteren Spielen wird Yussuf Poulsen im Sturmzentrum den Roten Bullen fehlen. Es ist die Chance für den Olympia-Medaillengewinner Davie Selke (22). Der teuerste Neuzugang der Zweitliga-Geschichte, 2015 für die damalige Rekordsumme von acht Millionen Euro von Werder Bremen nach Leipzig geholt, könnte in die Startelf rücken – und damit sich damit bei Coach Ralph Hasenhüttl (49) nachhaltig empfehlen.

Nur zwei Einsätze in der Startelf

Das Einsatzprotokoll von Selke liest sich nicht gerade wie das eines Olympiahelden und Hoffnungsträgers. 14 Einsätze, 2 Tore, ein Assist, dabei aber nur 343 Minuten auf dem Feld. Sechs Mal blieb Selke ohne Einsatz im Kader, lediglich zwei Mal stand er in der Startelf. Im Jahr 2017 absolvierte er kein einziges Spiel über die vollen 90 Minuten.

Letztes Tor im Oktober

Seinen letzten Treffer im RBL-Trikot erzielte Selke ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen am 23. Oktober 2016 (3:1). „Selke fehlen Rhythmus und Selbstvertrauen, um in den Minuten der Bewährung Eindruck zu hinterlassen“, attestiert das Kicker-Sportmagazin (Donnerstagsausgabe), „im Bestreben, es erzwingen zu wollen, trifft er häufiger die falsche Entscheidung.“ Beispiel Hamburg: Nach seiner Einwechslung am letzten Samstag blieb er ohne Torschuss, ebenso wie eine Woche zuvor in 73 Spielminuten in Dortmund. Ein klares Bekenntnis zu Selke hat Hasenhüttl bislang nicht abgelegt, er liebäugelt morgen in Gladbach eher mit einem Einsatz von Oliver Burke. Doch Selke braucht das Vertrauen des Trainers, ein Signal – sonst steht er im Sommer möglicherweise vor der Entscheidung, Leipzig trotz seines laufenden Vertrags bis 2020 vorzeitig zu verlassen. Bereits im Winter hatten englische Klubs Interesse am U19-Europameister von 2014 bekundet.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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