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Kapitän Orban über das Dosen-Bashing

17. Dezember 2016: Willi Orban (RB Leipzig) bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen Hertha BSC. Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Wachablösung oder Revanche? Das ist die Frage am 19.Spieltag der Bundesliga-Saison 2016/2017. An diesem Samstag wird das absolute Topspiel in Dortmund im Signal Iduna Park stattfinden. Der RasenBallsport aus Leipzig kommt zu Besuch. Im Vorfeld spricht Kapitän Willi Orban im Interview bei Focus über miese Anfeindungen, Shitstorm gegenüber Werner und seinem Team.

Orban ist Leipzigs Dauerbrenner

Willi Orban (24) ist der Dauerbrenner unter den Leipzigern. Er stand in der laufenden Saison bereits 1.620 Minuten für den furiosen Aufsteiger auf dem Grün. Jede seiner Partien absolvierte er von der ersten bis zur 90. Minute. Auch löste der Ex-Lauterer Dominik Kaiser als Kapitän ab. Er geht den selben Weg wie der RBL – immer weiter nach oben.

Auch Orban sah sich großen Fan-Anfeindungen gegenüberstehen. Der Innenverteidiger erlebte absoluten Hass aus der Fanszene, als er sich für den Red Bull-Klub entschied.

Über das Geheimnis des RasenBallsport Leipzig: ,,Erstens, würde ich behaupten, dass wir richtig Qualität im Kader haben. Hinzukommt, dass wir immer an unseren Matchplan glauben. Wir haben unsere Philosophie, an der halten wir zu jeder Phase fest. Das ist ein roter Faden, an dem wir uns immer orientieren können. Der dritte Punkt ist unsere Mentalität. Wir sind sehr hungrig, wollen uns stetig weiterentwickeln.”, erzählt der Innenverteidiger.

Jüngste Mannschaft der Liga

Auf die Frage, wie man mentale Schwierigkeiten bewältige antwortete Orban, dass man die jüngste Mannschaft der Liga habe, auch hätte man als Aufsteiger auch überhaupt nichts zu verlieren. Keinen Druck. Jedes Spiel kann man unbekümmert angehen. Durch den Matchplan wissen immer jeder wer was wann wo zu tun hat. Das schaffe Glaube und Vertrauen, so Orban.

Facebook geht unter die Gürtellinie

Im Interview spricht Orban auch über den Shitstorm gegenüber Kollege Werner nach dessen Schwalbe gegen Schalke 04. ,,Bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken werden nicht nur, wenn es um Fußball geht, anonym und ohne entsprechende Hemmschwelle irgendwelche Aussagen gepostet, die unter die Gürtellinie gehen. Menschen urteilen über ihn, die noch nie persönlich mit dem Menschen Timo Werner zu tun hatten. Wir Fußballer, die in der Öffentlichkeit stehen, können das dagegen einordnen und damit umgehen.”, erklärt Orban nüchtern. Man dürfe sich aus so etwas nichts machen.

“Ich glaube, dass die Entwicklung eben eine ganz andere ist, dass uns immer mehr Respekt und Anerkennung entgegen gebracht wird. Auch durch unser Auftreten auf und neben dem Platz. Mit unserer Spielweise haben wir gezeigt, dass wir die Liga durchaus bereichern. Dass zudem unsere Sympathiewerte bundesweit gestiegen sind, zeigen jüngste Umfragen deutlich.”, antwortet Orban auf die Frage nach dem Bashing selbsterklärter Traditionalisten.

Auf die Frage, ob das alles für ihn nur Neid sei, erklärt Orban, dass ihm das egal sei. Man bleibe sich treu und gehe einfach seinen eigenen Weg. Er betont auch, dass es ihm großen Spass bereite diesen Weg zu gehen.




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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