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Karl-Heinz Rummenigge: RBL ,,ein Unikat”

Oliver Mintzlaff (l.) mit RB-Macher Dietrich Mateschitz auf der Tribüne beim Bundesligaspiel gegen Hertha BSC (2:0) am 17. Dezember 2016. Foto: PICTURE POINT / Sven Sonntag.

Neben Oliver Mintzlaff lieferte auch Karl-Heinz Rummenigge (61) im Rahmen des Sport-Business-Kongress Spobis in Düsseldorf einige Statements zum Thema ab. Der Bayern-Chef sprach mit dem Manager Magazin über den RasenBallsport Leipzig und die 50+1 Regel.

50+1 vor dem Europäischen Gerichtshof

Auch die Bundesliga bekommt mehr und mehr den wachsenden Einfluss von Investoren im Weltfußball zu spüren. Die 50+1-Regel soll verhindern, dass man als Verein zum Spielball finanzstarker Eigentümer werde. Auf der anderen Seite setzt sich die Bundesliga damit selbst einen spürbaren finanziellen Nachteil aus. Einer gerichtlichen Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof würden die DFL-Statuten nicht standhalten, hallt es aus vielen kritischen Mündern.

,,Kalle” erzählt, man habe rechtliche Bedenken schon vom ersten Tag an in Kauf genommen. „Es war von Anfang an klar, dass diese Regel vor dem Europäischen Gerichtshof nicht standhalten wird. Man hat natürlich immer darauf gesetzt und gehofft, dass nie einer klagt.“

50+1 abschaffen ?

Die zu erwartende Reaktion der Fans dient als Grund für die DFL, die bestehende Klausel nicht anzurühren. „Den Schwarzen Peter will im Moment niemand anfassen, denn diese Verantwortung gegenüber den Fangruppen in ganz Deutschland will im Moment niemand tragen.“ Deswegen sei eine Neuregelung wohl nur juristisch möglich.

Als ,,Umgehungstatbestand” wird Leipzig aus Richtung Hannover bezeichnet, so urteilte 96-Boss Martin Kind (72) über das Vereinsmodell der Roten Bullen. Laut Karl-Heinz Rummenigge ist diese Rolle allerings nicht geeignet, um Schule zu machen.

„Die Investoren haben den Standort klug gewählt – in Ostdeutschland ist Leipzig derzeit der einzige Verein in der ersten Liga. Aber einen zweiten Standort wie in Leipzig wird es nicht so schnell geben“, so Rummenigge.

Rummenigge: RasenBallsport bleibt ein Unikat

Zusätzlich sei ein zweiter Investor wie es Red Bull ist, nicht ansatzweise in Sicht. Kein weiterer Konzern würde wohl den gesamten Weg aus den unteren Ligen wählen. Möglich sei dies nur gewesen, da der ostdeutsche Fußballverband eine Chance auf professionellen Fußball in der Stadt und Region gesehen habe. Für weitere Standorte sei dies eher unwahrscheinlich.




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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