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„Keine verrückten Sachen“ – So sieht der Plan für die Champions League aus

Oliver Mintzlaff (l.) mit RB-Macher Dietrich Mateschitz auf der Tribüne beim Bundesligaspiel gegen Hertha BSC (2:0) am 17. Dezember 2016. Foto: PICTURE POINT / Sven Sonntag.

Natürlich, in Leipzig denken sie von Spiel zu Spiel und – das stellte auch Der Bullenblog beim ersten Besuch in der Red Bull Arena gegen 1899 Hoffenheim fest – trotz aller hartnäckigen Nachfragen lassen sich die Verantwortlichen um RB-Sportdirektor Ralf Rangnick (58) und Coach Ralph Hasenhüttl (49) keine neue Zielsetzungen für diese Saison entlocken.

Rangnick mag nur ,,von Spiel zu Spiel denken”

„Mit 42 Punkten kann man, glaub ich, nicht mehr absteigen“, so Rangnick augenzwinkernd gegenüber Medienvertretern, unter denen auch Der Bullenblog war, „ich glaube nicht, dass es irgendwann mal einen Zeitpunkt gibt, an dem ich etwas anderes sage, als dass wir das nächste Spiel gewinnen wollen.“

Soweit die offizielle Auslegung. Timo Werner (20) denkt derweil schon weiter als seine Chefs: „Wenn wir die nächsten drei, vier Spiele auch so gewinnen, dann kann man fast gar nicht mehr Nein zur Champions League sagen.“

Champions League? Schon jetzt mehr als wahrscheinlich!

Das kann man eigentlich fast jetzt schon, selbst wenn noch 16 Spiele zu absolvieren sind. Die Roten Bullen haben mit dem 2:1 gegen „Hoffe“ den zweiten Tabellenplatz gefestigt, Eintracht Frankfurt hielten sie schon letzte Woche beim 3:0 auf Distanz, nun haben sie am kommenden Samstag bei Borussia Dortmund die Chance, auch den nächsten, auf Platz vier stehenden Verfolger, abzuwehren. Die Borussia hat bereits elf Punkte Rückstand auf RBL, ebenso wie der Tabellenfünfte 1899 Hoffenheim.

Zeit also für neue Ziele? Ja und Nein – denn natürlich beschäftigt man sich beim Aufsteiger hinter den Kulissen schon mit der Planung für die „Königsklasse“, wenngleich man trotz des formidablen Durchmarschs von der 2. Liga in die Champions-League-Ränge keineswegs an den hauseigenen Prinzipien rütteln will. RB Leipzig wird weiter seinen Kader mit jungen, hoch talentierten Spielern aufrüsten. Vorstandschef Oliver Mintzlaff drückte es im Kicker (Montagsausgabe) so aus: „Wir wollen uns weiter Schritt für Schritt entwickeln und das bedeutet auch, dass wir finanziell keine verrückten Sachen machen werden.“ Das bedeutet per se: Spieler, die nicht ins Gehaltsgefüge passen, werden erst gar nicht in Betracht gezogen. „Selbst für den Fall, dass wir uns am Ende für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren, werden wir unseren unter Ralf Rangnick eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und weiter organisch wachsen“, betonte Mintzlaff.

Wie der Kicker weiter berichtet, wird es in Leipzig auch bei Erreichen der „Königsklasse“ keine Investitionsoffensive im dreistelligen Millionenbereich geben, möglich wäre aber eine Anhebung des Spieler-Etats von aktuell etwa 40 Mio. auf 60 Mio. Euro.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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