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Klinsmann: Lieber Leipzig als die Scheichs

Jürgen Klinsmann als Nationaltrainer der USA. Foto: Wikipedia.de / Nathan Forget.

Der frühere Bundestrainer und ehemalige Nationalcoach der USA, Jürgen Klinsmann (52) hat sich klar pro RB Leipzig und für Investment in der Fußball-Bundesliga geäußert.

,,Absolute Erfolgsgeschichte”

In der Sport-Tageszeitung Fußball-BILD erklärte der Schwabe: „Ich bewundere Leipzig, das ist eine absolut faszinierende Erfolgsgeschichte.“ Die Kritik an den Leipzigern, die sich immer wieder Bashing gegenüber sehen, kann der Welt- und Europameister von 1990 und 1996 nicht nachvollziehen. Vielmehr sieht Klinsmann das Investment im positiven Licht: „Statt neidisch zu sein, sollte man happy sein, dass Red Bull den Scheichs von Manchester City oder Abramowitschs FC Chelsea etwas entgegensetzt.“

Ungeachtet seiner Sympathie für RBL sieht der ehemalige Profi und Trainer des FC Bayern München den Rekordmeister auch am Saisonende vorn – und sogar mit Triple-Chance: „Der FC Bayern ist der einzige Klub, der die Meisterschaft, den DFB-Pokal und die Champions League holen kann.“

Eine Rückkehr in die Bundesliga, wo er nach seinem Abschied als Spieler (1997, Deutscher Meister mit den Bayern) nur in der Saison 2008/2009 als unglücklich wirkender Trainer der Münchner zu sehen war, schließt Jürgen Klinsmann keinesfalls aus: „Ich sage niemals nie, ich bin offen für alles und ich bin frei für jedes Abenteuer, Trainer, Manager oder Projektleiter.“

Von Juli 2011 bis November 2016 war Klinsmann Trainer der US-amerikanischen Nationalmannschaft und verhalf unter anderem dem heutige Leipziger Terrence Boyd zu seinem Debüt im Trikot von „Stars and Stripes“. Seine größten Erfolge als US-Nationaltrainer waren das Erreichen des WM-Achtelfinales 2014 in Brasilien und der Gewinn des CONCACAF-Gold Cup im Jahr 2013.

Sommermärchen bleibt unvergesslich

Der im Jahr 2016 zum fünften Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ernannte Jürgen Klinsmann bekannte in Fußball BILD auch, dass er „bis heute von den Leuten aufs Sommermärchen“ 2006 angesprochen wird. Bei der Heim-WM schwor der 108-fache Nationalspieler die DFB-Auswahl auf den Erfolg ein – und wurde am Ende einer unvergessenen Weltmeisterschaft Dritter. Von daher findet Klinsmann die Diskussion um den damaligen WM-Organisationschef Franz Beckenbauer (71), mit dem er 1990 in Rom Weltmeister und 1996 in Bordeaux mit den Bayern UEFA-Cup-Sieger wurde, „absolut ungerecht“.

Klinsmann: „Das ist ein bisschen ein deutscher Komplex. Man will immer gleich um jeden Preis den Schuldigen ausmachen, ohne dass etwas bewiesen ist.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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