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Köster: „Völlig illegitime Form des Protests“

Leipziger Fans auf der Dortmunder Nordtribüne. Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Philipp Köster (44), Chefredakteur des Fußballmagazins 11 FREUNDE, hat in einem Radio-Interview mit dem Deutschlandfunk am Sonntag Stellung zu den Vorkommnissen am Rand des Bundesliga-Spitzenspiels Borussia Dortmund gegen RB Leipzig (1:0) und den gewalttätigen Übergriffen gegen Leipziger Fans Stellung bezogen.

Köster sieht im Verhalten der betroffenen Dortmunder Anhänger eine „völlig illegitime Form des Protests“, nimmt aber auch die Verantwortlichen des BVB aus der Schusslinie.

Im Gespräch mit dem geschätzten Kollegen Philipp May vom Deutschlandfunk sagte Köster am Sonntag: „Ich kann nicht erkennen, dass übermäßig Öl ins Feuer gegossen wurde.“

Köster gegenüber dem DLF: „Ich kann da keine Verantwortung der Vereinsführung erkennen, man muss unterscheiden zwischen berechtigter Kritik am Kommerzfußball und gewalttätigen Angriffen auf Fans.“

Letzteres verurteilte Köster scharf als „völlig illegitime Form des Protests“. Eine sachliche, friedliche Debatte über die Zukunft des Profifußballs sei seiner Meinung nach dagegen unbedingt nötig.

Köster bricht eine Lanze für den BVB als gastgebenden Verein

Im Umgang mit gewaltbereiten Fans müssten Vereine immer wieder klar machen, dass man keine Gewalt duldet. Er ist sicher: „Das hat der BVB aber auch gemacht.“ In einer Stellungnahme hatte Borussia Dortmund als gastgebender Verein am Sonntagvormittag die Ausschreitungen „aufs Schärfste“ verurteilt und eine rückhaltlose Aufklärung angekündigt. Diese war auch von RB Leipzig in einer eigenen Stellungnahme eingefordert worden, ebenso hatten die im Leipziger Fanclubverband zusammengeschlossenen RBL-Anhänger am Montag in einem offenen Brief heftige Kritik an der Organisation und dem Sicherheitskonzept rund um die brisante Partie geübt und BVB-Vorstandschef Hans-Joachim Watzke (57) in die Pflicht genommen.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

1 Kommentar

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  • Herr Köster, ein Aktionärsverein muss bitte den Mund halten – dass ist Kapitalismus pur und Mitsprache haben nur Aktionäre und der arme Fan kann sich 50 Aktien kaufen, wenn es reicht! Bei Comdirekt finden sie die Aktionärsstruktur von BVB!