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Kovac: „Leipzig macht einen sehr, sehr guten Job“

Erfolgscoach Ralf Rangnick führte neben RBL auch 1899 Hoffenheim und den SSV Ulm in die Bundesliga. Foto: GEPA pictures/ Felix Roittner

Mit viel Respekt geht Frankfurts Trainer Niko Kovac (45) in das erste Pflichtspiel gegen RB Leipzig.

„Wir freuen uns, wir wissen aber auch, wo wir hinfahren, keiner weiß, wo er steht. Alle 18 Klubs sind wieder dort, wo sie am Anfang der Saison standen. Man wird sehen, wo jeder Verein steht. Die Ungewissheit ist sehr groß, aber ich bin zuversichtlich, dass die Jungs, die morgen dabei sind, das umsetzen, was wir uns vorstellen. Dann werden wir morgen punkten“, sagte Kovac in der abschließenden Pressekonferenz am Freitagvormittag in Frankfurt.

Seine Einschätzung: „Es ist ein interessantes Spiel, Zweiter gegen Vierter und ich hoffe, dass wir punkten.“

Kovac: Leipzigs Taktik ist gewieft

Zu den von den Medienvertretern gestellten Fragen nach dem Vereinsmodell RBL hielt sich der frühere Bundesligaprofi bedeckt:  „Ich muss mich nicht um Modelle kümmern, sondern ich muss mich um Taktik kümmern. Wir müssen alles tun, um morgen ein gutes Spiel zu machen, denn Leipzigs Taktik ist ziemlich gewieft. Wenn wir punkten, haben wir vieles richtig gemacht.“

Kovac weiter: „Der Erfolg von Leipzig ist keine Überraschung, wir erinnern uns alle an Hoffenheim, als Ralf Rangnick das – damals noch in Mannheim – übernommen hat. Das spiegelt diese Mannschaft nun auch wider, das ist derselbe Spielstil. Der Erfolg, der da ist, ist nicht zusammengekauft, sondern gewachsen. Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl machen da einen sehr, sehr guten Job.“

In die Karten ließ sich der Eintracht-Retter von 2016 jedoch nicht schauen: „Wir müssen etwas rotieren, wie wir es genau machen, werden wir morgen sehen, ich möchte es Ralph Hasenhüttl nicht zu einfach machen, zumal er auch in dieser Woche nicht öffentlich trainiert hat.“ Zum Leipziger Vollgasfußball sagte Kovac: „Ich habe die Anfänge dieses Tempofußballs in Hoffenheim und später in Salzburg gesehen“, so Kovac zum Leipziger Spielstil, „das haben wir versucht, unseren Jungs zu vermitteln. Wir wissen, dass sie sofort ins Gegenpressing gehen und dafür müssen wir Lösungen finden.“

Das Trainingslager der Hessen in Abu Dhabi bewertete Niko Kovac durchweg positiv: „Alle haben von der ersten bis zur letzten Minute mitgezogen, die Vorbereitungszeit war natürlich wesentlich kürzer als noch im Sommer, aber die Einstellung meiner Mannschaft war auf allerhöchstem Niveau, wir haben nichts schleifen lassen. Aber: Eine Pause ist immer eine Unterbrechung und wir müssen morgen schnell den Hebel auf Bundesliga-Modus umlegen. Dass wir in den nächsten fünf Spielen vier auswärts haben, macht die Sache nicht leichter für uns.“

Eintracht Frankfurt: Träumen ist erlaubt!

Zu den Europacup-Träumen der Fans meinte der ehemalige Nationaltrainer Kroatiens: „Träume dürfen die Jungs haben, aber wir dürfen nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen, wir müssen die notwendigen Punkte holen, wenn wir die haben, werden wir weiter träumen dürfen und vielleicht unsere Saisonziele nach oben korrigieren können.“

Marco Fabian und Szabolcs Huszti (Achillessehne) werden den Frankfurtern in Leipzig verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Nach dem Spiel werden die Frankfurter direkt wieder zurückfliegen und gegen 23 Uhr wieder in der Main-Metropole erwartet.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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