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Leipziger Politik wendet sich an DFB

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (l.) neben RBL-Mäzen Dietrich Mateschitz auf der Ehrentribüne der Red Bull Arena. Foto: PICTURE POINT / Kerstin Kummer.

Burkhard Jung wendet sich an DFB

Auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung wandte sich nach den Angriffen einiger Dortmunder Chaoten – der Begriff ,,Fan” trifft hier nicht zu – auf die Leipziger im Rahmen des Topspiels am Samstagabend zu Wort. Und auch bei seinen Aussagen steht weniger das Spiel im Mittelpunkt, sondern die Ereignisse rund um das Spiel, nämlich die Angriffe auf die RasenBallsport-Anhängerschaft.

De Maiziere fordert schnelle Reaktion

Thomas de Maiziere, Bundesinnenminister, fordert nun ein hartes Vorgehen gegen die Täter. „Ich hoffe auf eine schnelle und harte Reaktion der Justiz, damit alle wissen, was ihnen droht, wenn man sich so verhält.“ Die Geschehnisse von Dortmund „lassen einem den Atem stocken“, so ließ er die BILD wissen. Die Täter gehören „nicht ins Stadion, sondern hinter Schloss und Riegel“.

Burkhard Jung schloss sich der Meinung des Bundesinnenministers an. Er richtet seinen Appell allerdings an den Deutschen Fußball-Bund. „Ich erwarte vom DFB hartes Durchgreifen gegen diese Nicht-Fans des BVB, die auch vor Gewalt gegen Familien nicht halt machen“, twitterte die Stadt Leipzig in Jungs Namen.

Auch Andre Hahn, sportpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, fordert Konsequenzen nach den Ausschreitungen am vergangenen Spieltag. „Ich erwarte eine entschiedene Auseinandersetzung mit den gewalttätigen und zum Teil rechtsextrem eingestellten Fan-Gruppen bis hin zu Stadionverboten. Auch der Deutsche Fußball-Bund sollte sich den seit längerem existierenden Problemen endlich annehmen.“ Eine rein „verbale Distanzierungen der Dortmunder Vereinsführung“ sei dem politischen Sprecher allerdings „zu wenig“.

Milkoreit sieht den BVB in der Verantwortung

Rainer Milkoreit nimmt die Dortmunder Vereinsführung in die Verantwortung. „Es ist fatal, wenn sich verantwortliche Leute in einem Verein öffentlich abwertend gegen Leipzig äußern. Das kann Dinge auslösen, die sie vielleicht nicht wollen, die aber passieren“, so verweist der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) auf die vorangehenden, kritischen Bemerkungen von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke Richtung RB Leipzig.

Was in Dortmund passiert ist, sei „abartig, das hat kein Verein verdient“, erzählt Milkoreit weiter. „Natürlich muss sich nicht jeder mit dem Modell RB anfreunden, aber mit Steinen und Flaschen auf Menschen zu werfen, das geht gar nicht.“ Er sei aber froh, „wie zurückhaltend die Leipziger auf die ständigen Attacken reagieren. Daran sollten sich andere ein Beispiel nehmen.“




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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