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Liga-Start: Was ist drin für die Roten Bullen?

Marcel Halstenberg durfte mit RBL schon den Aufstieg in die Bundesliga bejubeln. Archivbild: GEPA Pictures / Red Bull Content Pool.

36 Punkte, Platz zwei und gegen Eintracht Frankfurt und 1899 Hoffenheim ein Heimspiel-Doppelpack. Klingt nach blendenden Aussichten für die morgen startende Bundesliga.

Aber: Das Winter-Trainingslager in Lagos (Portugal) lief für die Leipziger allenfalls mäßig. Beim 1:5 gegen Ajax Amsterdam gab es einen herben Dämpfer, das abschließende 6:0 gegen den portugiesischen Drittligisten SC Farense war kein Maßstab für die bevorstehenden Aufgaben in der Liga, sondern allenfalls ein Warmschießen.

Mehr Appetit auf die Bundesliga machte da schon der letzte Test vor heimischem Publikum, das 4:0 gegen die Glasgow Rangers. Gegen den schottischen Rekordmeister war RBL in Spiellaune, Timo Werner glänzte mit drei Torbeteiligungen, Yussuf Poulsen schnürte einen Doppelpack.

Positiv: Winter-Neuzugang Dayot Upamecano (18) führte sich gegen die Rangers prima ins Mannschaftsgefüge ein, Abwehr-Routinier Marvin Compper (31) kehrte nach langer Verletzung gegen Ajax und die „Gers“ zurück.

Experten rechnen nicht mit Einbruch Marke Hoffenheim

Größtes Fragezeichen: Wer ersetzt den in den ersten drei Liga-Spielen gesperrten Emil Forsberg (25) und kann Naby Keita (21) gegen die Frankfurter zum Einsatz kommen? Absoluter Pluspunkt ist die fußballerische Qualität der Mannschaft: Wenn die Roten Bullen ins Laufen kommen, geht die Post ab, dann kann mit dem schnellen Direktspiel noch einiges möglich sein. „Der Europapokal ist realistisch“, schätzt Kicker-Experte Andreas Hunzinger die Chancen der Leipziger ein, „trotz der nicht optimalen Vorbereitung spricht wenig dafür, dass Leipzig einbricht.

Für die Fans ist Bayern haushoher Meisterschafts-Favorit

An eine Meisterchance glauben sowohl die RBL-Profis als auch die Kicker-Leser nicht. In einer aktuellen Online-Umfrage (Donnerstagsausgabe) sehen nur 5,6 Prozent von mehr als 125.000 Teilnehmern die Leipziger am Ende vorn. 82,6 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen Tabellenführer FC Bayern auf am Ende mit dem fünften Titelgewinn in Folge, an Borussia Dortmund glauben nur vier Prozent der Befragten. Eintracht Frankfurt – RBL-Gegner am Samstag – sehen immerhin 1,9 Prozent als möglichen Meister.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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