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Mintzlaff: „Bundesliga hat ein Gewalt-Problem“

Oliver Mintzlaff, Ralf Rangnick und Florian Scholz im Leipziger Fanblock in Dortmund. Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Die schweren Ausschreitungen rund um das Spitzenspiel in der Fußball-Bundesliga mit Borussia Dortmund und RB Leipzig (1:0) beschäftigen auch am Dienstag ganz Deutschland.

Für RBL-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff ist klar: Die Liga hat ein generelles Problem mit Gewalttätern. „Es gab es in dieser Saison weit über 50 schlimme Vorfälle in der Bundesliga, wie auch wieder am letzten Wochenende an anderen Standorten“ als Dortmund, berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) unter Berufung auf den Nachrichtendienst SID.

„Wir halten es deshalb – so inakzeptabel die Übergriffe in Dortmund auch waren – für ein Problem der gesamten Bundesliga“, so Mintzlaff weiter. Man werde nun im Sinne der Bundesliga und des Fußballs „mit Lösungsvorschlägen“ auf die Verbände zugehen.

Oliver Mintzlaff, der die Partie im Signal Iduna Park gemeinsam mit RB-Sportdirektor Ralf Rangnick und Mediendirektor Florian Scholz im Gästefanblock des Stadions verfolgt hatte, begrüßt derweil die Bemühungen von Borussia Dortmund die Angriffe auf Anhänger von RB Leipzig aufzuklären. Besonders angetan zeigt er sich dabei von der „Vehemenz, mit der Herr Watzke und der BVB sowie die Polizei Dortmund“ an die Sache herangehen. „Denn auch heute haben sich noch zahlreiche Fans bei uns gemeldet. Sie sind nach wie vor von den Vorkommnissen traumatisiert.“

,,Das sind keine Fans!”

In die Debatte mischen sich auch immer mehr Stimmen aus der Politik. Am Montag hatte sich Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bestürzt über die Vorfälle gezeigt, am Dienstag äußerte sich auch Dortmunds OB  Ullrich Sierau geschockt von den Ausschreitungen von BVB-Anhängern gezeigt. „Das sind keine Fans! Ich schäme mich dafür. Das ist einer Fußsball-Hauptstadt nicht würdig. Polizei, BVB und Justiz müssen handeln.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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