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Möller „schockiert“ von Vorkommnissen in Dortmund

JAndreas Möller, hier als Manager von Kickers Offenbach bei einem Spiel in Jena, arbeitet mittlerweile für den ungarischen Fußballverband. Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche.

Die Ereignisse rund um die Bundesliga-Spitzenpartie Borussia Dortmund – RB Leipzig (1:0) beschäftigen Fußball-Deutschland. Pöbeleien, Schmähplakate jenseits der Menschenwürde, Übergriffe auf Leipziger Fans – das war DAS Thema an diesem Sonntag. Auch in den großen Fußball-Talkrunden bei SPORT 1 und SKY.

Möller: ,,Ich bin sehr schockiert”

Hatten am Sonntagvormittag im Doppelpass Experten wie Reiner Calmund (68) und Alfred Draxler (64) die Geschehnisse als skandalös abgekanzelt, so schlug Welt- und Europameister Andreas Möller (49) am Abend in der Sendung SKY90 in die gleiche Kerbe. Möller: „Das ist eigentlich unvorstellbar. Zu meiner Zeit gab es solche Übergriffe nicht. Ich bin sehr schockiert. Ich kenne die Dortmunder Fans als sehr friedliche Fans, die ihre Mannschaft immer toll unterstützen. Ich kann mir das nur so erklären, dass es eine kleine Gruppe war, die diesen Krawall gemacht hat. Väter und Kinder anzugreifen, das ist schon eine andere Dimension.“

Der Champions-League-Sieger (1997) und zweimalige Deutsche Meister mit dem BVB, riet seinem Ex-Klub, nun die richtigen Lehren aus den Krawallen zu ziehen: „Man muss das analysieren und lückenlos aufarbeiten. Darüber hinaus muss man mit den Fans und den sogenannten Ultras im Dialog bleiben.“

Auch der ehemalige Schalke-Profi und UEFA-Cup-Sieger Andreas Müller (54) hatte keinerlei Verständnis für die Protest- und Gewaltaktionen in Dortmund: „Für mich sind das keine Fans. Aber es ist in den vergangenen Jahren zu beobachten, dass die Hemmschwelle immer weiter sinkt und Hass, Aggression und Gewalt wieder in die Stadien einziehen. Dortmund hat ein fantastisches Publikum, aber es gibt Ausnahmen. Es ist eine Minderheit. Viele haben Angst vor dieser Gruppierung. Nicht nur Fans, sondern auch Verantwortliche. Das ist eine Entwicklung, die sehr gefährlich ist.“

Müller hatte sich 2013 in seiner Tätigkeit als Manager bei 1899 Hoffenheim ähnlichen Anfeindungen gegenüber gesehen.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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