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Nackt durch Leipzig? Marcel Reifs irre Meister-Wette…

Reporterlegende Marcel Reif und Bullenblog-Redakteur Carsten Germann bei einer Gala im Sommer 2016 in Hamburg. Fotorechte: Carsten Germann / Football's home.

Die Bundesliga kennt Marcel Reif (67) wie kaum ein anderer Sportjournalist.

Zwischen 1984 und 2016 war der ehemalige Junioren-Spieler des 1. FC Kaiserslautern für das ZDF, premiere, SKY und RTL in der deutschen Fußball-Eliteliga und in der Champions League unterwegs. Dortmunder Fans dürften zwei seiner Reportagen für immer in Erinnerung bleiben: Die Übertragung des Champions-League-Finales 1997 gegen Juventus Turin (3:1) mit seinem legendären Ausruf „Ricken…Lupfen, jetzt!“ vor dem dritten Tor des BVB durch Jungstar Lars Ricken und der „Torsturz von Madrid“ am 1. April 1998 im CL-Halbfinale. Als bei Real vorm Anpfiff das Tor zusammenbrach und kein Ersatz aufzutreiben war, kalauerten sich Reif („Nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan wie heute“) und RTL-Moderator Günther Jauch (60 / „Das erste Tor fiel in der nullten Minute“) durch die 76 Minuten lange Überbrückungspause – und erhielten für diese grandiose Leistung den Bayerischen Fernsehpreis 1998.

Nackte Tatsachen bei RBL-Meisterschaft…

Seit seinem Abschied als Live-Kommentator im letzten Sommer mit dem CL-Finale Real gegen Atlético Madrid agiert Reif als Experte für SPORT 1 im Doppelpass und als Kolumnist.

Bei Redbulletin lehnte sich der Wahl-Schweizer in einer Kolumne in Sachen Deutsche Meisterschaft aber mal ganz weit aus dem Fenster: „Sollte RB aber wirklich den Titel holen, biete ich eine Wette an: Ich ziehe vor diesem Verein nicht nur meinen Hut, sondern laufe ­pudelnackt eine Runde auf dem Leipziger Marktplatz.“

„Kann Gejammere und Heuchelei wegen RB Leipzig nicht mehr hören“

Reif machte bezüglich des auch im kommenden Spiel in Dortmund wieder zu erwartenden RB-Bashings in Klartext: „Das Gejammere und Heucheln angeblicher Traditionsklubs der Fußball-Bundesliga, die sich jahrelang in der Kultur des Versagens und Scheiterns geübt und gegenseitig übertroffen haben, kann ich nicht mehr hören. Wir haben in Deutschland zwar eine freie Marktwirtschaft, aber noch lange keine Chancengleichheit. Auch im Privatleben können sich viele Menschen bestimmte Dinge nicht leisten, und genauso ist es im Fußball. Die Großen spielen ihr eigenes Spiel, die Romantik hat keinen Platz mehr, und mit dem Verliererstolz der Traditionsvereine kann ich schon gar nichts ­anfangen. Punkt.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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