Aktuelle News

Ostfußball-Legende kritisiert RBL-Transferpolitik

Naby Keita in Aktion für RBS - Er erzielte das erste Heim-Tor der Roten Bullen in der Bundesliga. Foto: GEPA pictures/Red Bull Content Pool.

Neun Spieler – Dayot Upamecano, Naby Keita, Marcel Sabitzer, Peter Gulacsi, Stefan Ilsanker und Bernardo, Benno Schmitz, sowie die bereits wieder verkauften Massimo Bruno und Nils Quaschner – haben bzw. hatten bei RasenBallsport Leipzig eine Salzburger Vergangenheit, wechselten vom österreichischen Schwesterklub RBS nach Sachsen. Jüngster Transfer zwischen beiden Clubs war dabei Upamecano. Der französische Junioren-Nationalspieler kam im Januar für zehn Millionen Euro aus Salzburg an den Cottaweg.

Dass die Salzburger, die auch im letzten Sommer die Qualifikation für die Champions League verpassten, zum „Farmteam“ des deutschen Bundesligisten werden, gefällt dabei nicht jedem. Wie Ostfußball-Legende Falko Götz (54), 1983 vom BFC Dynamo in den Westen geflohen und 1988 mit Bayer 04 Leverkusen UEFA-Pokal-Sieger, sieht „die Konkurrenzsituation zwischen beiden Clubs ein Stück weit ausgehebelt.“

Birgt Leipzigs Transferpolitik wirklich so viel Konfliktpotenzial?

Der ehemalige Trainer des FC Erzgebirge Aue, zuletzt 2016 beim FSV Frankfurt auf der Bank, sagte in der TV-Sendung kicker.tv, an der auch RBL-Vorstandschef Oliver Mintzlaff teilnahm, am Montagabend: „So schön das ist, was RB Leipzig da macht, bringt es auch immer wieder Konflikte.“

Im Klartext: Leipzig wildert bei anderen Klubs. Götz: „Sie holen sie die jungen Spieler, die sie haben wollen, wildern auf dem deutschen Markt, wie sie wollen.“

Ex-Profi Schupp sieht keinen Widerspruch

Der frühere Salzburger Assistenz-Trainer (2009) und Ex-Bundesligaprofi Markus Schupp (51), 1991 mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister, hielt dagegen: „Für mich ist das eine sehr sinnvolle und gute Entscheidung, sich strategisch so gut aufzustellen.“ Schupp, in der Bundesliga auch für den Hamburger SV und Eintracht Frankfurt am Ball, sieht „diesen Ansatz als ein Vorreitermodell.“ Seine Einschätzung: „In naher Zukunft werden wir das noch öfter erleben.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

Kommentar posten...

Kommentar posten...