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RBL: Aus der ,,Retorte” zur Spitzenmannschaft

Die Roten Bullen sind das jüngste Team der Liga. Werden Sie 2017 auch der jüngste Meister aller Zeiten? Archivfoto: GEPA pictures / Red Bull Content Pool.

Bereits 13 Punkte Vorsprung hat RasenBallsport Leipzig vor den Nicht-Europapkal-Plätzen. Zwar kommt der Klub nach Meinung vieler Kritiker aus der Retorte, doch der Fußball der hier gespielt wird wurde bis ins kleinste Detail durchdacht.

Vorfreude auf die Partie gegen den BVB

Für 99 Prozent der Roten Bullen ist das internationale Fußballgeschäft ein unbekannter Grund und Boden. Bei Yussuf Poulsen (22) und Co. ist die Vorfreude auf die Partie am kommenden Samstag im Signal Iduna Park, bei den Fans immer noch ausschließlich Westfalenstadion genannt, deutlich anzumerken. Zur Erinnerung muss an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden, dass der RBL ein Bundesliga-Aufsteiger ist. Nicht nur ein gewöhnlicher Aufstieg, denn der Bundesligazweite hat sein Saisonziel bereits nach 18 Spieltagen erfüllt. 42 Punkte hat man bereits auf dem Konto. Der Abstieg ist bereits nicht mehr möglich. So die Sicht auf die aktuelle Situation der Tabelle.

Auf der anderen Seite liegen die Roten Bullen weiterhin nur drei Punkte hinter dem FC Bayern München. Großen Vorsprung kann man auf die eigenen Verfolger vorweisen. In den letzten zehn Jahren benötigte es nur einmal mehr als 60 Punkte, um sich einen internationalen Startplatz zu sichern. Vor zwei Jahren langten 46 Punkte.

Ostdeutschland endlich wieder international ?

RasenBallsport Leipzig wäre der  zweite ostdeutsche Verein nach Union Berlin (Pokalfinalist 2001), der sich seit der Wiedervereinigung für das internationale Geschäft qualifizieren würde. Nach den ganzen Debatten und Protesten über das ,,Retortenprodukt” ist dies durchaus bedauerlich.
Von vielen wird das Team als Gipfel der neoliberalen Vereinnahmung gesehen. Im Vordergrund stehe die Vermarktung eines Getränks, nicht der Sport.

Aber auch anderenorts geht es ums Geld. Außerhalb dieser ganzen Diskussionen um den RBL muss man immer wieder betonen, auch international, dass die Roten Bullen modernen, leidenschaftlichen und zu Ende gedachten Fußball bieten. Dies ist ein Verdienst der Leute, die sich tatsächlich mit dem operativen Geschäft beschäftigen: Sportdirektor, Trainer und Spieler.

Darüber hinaus bewies der RBL am vergangenen Wochenende Stabilität. Gehofft wurde, man würde in Leipzig nach der Niederlage gegen die Münchner zusammenbrechen, doch die Hoffnung war vergeblich. Man bewies gegen die Eintracht und gegen die TSG Hoffenheim große Stabilität, zeigte, dass man sich auch von Rückschlägen nicht niederschlagen lässt. Gegen einen ebenbürtigen Gegner, sah man sich das erste Mal in der heimischen Red Bull Arena in Rückstand. Diesen konnte man mit harten Kampf und starker Leistung wenden.




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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