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Routinier Compper: „Will mit 36 noch spielen“

Der große Gewinner beim 3:0 über Frankfurt und Ruhepol auch gegen Köln: Marvin Compper (r.). Foto: PICTURE POINT / K. Kummer

Marvin Compper (31) spielte schon für 1899 Hoffenheim und schlug nun mit RB Leipzig seinen ehemaligen Klub.

Wie am Cottaweg immer wieder zu hören ist, soll jedoch der am Saisonende auslaufende Vertrag des Abwehr-Routiniers nicht verlängert werden.

Was dafür spricht, dass Compper bleibt? Lange durch eine Verletzungspause zurückgeworfen, hat er sich über das Winter-Trainingslager in Portugal wieder zurück in die Stammelf gekämpft und stand gegen Hoffenheim wie auch zuvor gegen Eintracht Frankfurt in der Anfangsformation, erzielte gegen die Hessen sogar sein erstes Saisontor.

Kein ,,Mentor oder Weiser” in Leipzig

Marvin Compper ist mit 181 Bundesliga-Spielen für 1899 Hoffenheim, Borussia Mönchengladbach und RBL der erfahrenste Spieler im Kader des Aufsteigers. ER gilt als bescheidener und akribischer Profi. Er spricht vier Sprachen fließend, liest bis zu 30 Bücher im Jahr. Als „Herbergsvater“ will er in der jungen Bullen-Truppe jedoch nicht gelten. Compper zur Mitteldeutschen Zeitung: „Ich bin in Leipzig nicht der Mentor oder der Weise. Und über allem steht meine Leistung.“ Ohne, so Compper weiter, die könne er keinen Einfluss nehmen.

Zu seinem ersten Tor gegen die Eintracht sagt Compper: „Es hätte viele Spieler gegeben, die nicht wie Bernardo nach dem Steilpass durchgelaufen wären und den Frankfurter Torhüter somit nicht in Bedrängnis gebracht hätten. Auf diese Weise hat Bernardo das Handspiel vor dem Strafraum mit eingeleitet und ein Stück weit provoziert.“ Dies sei eine reine „Mentalitätsfrage“.

Sollte Compper die Roten Bullen im Sommer verlassen müssen, so denkt er dennoch noch lange nicht ans Karriereende. „Es gibt keinen Grund dafür, warum ich nicht mit 35 oder 36 Jahren noch spielen sollte“, erklärt der ehemalige Nationalspieler, „ich habe durch Tipps von erfahrenen Mitspielern meinen Körper schon frühzeitig darauf vorbereitet, lange im Profigeschäft bleiben zu können.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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