Aktuelle News Spieltag

Schläge, Pöbel, Blocksperre – Der RBL zu Gast in Dortmund

Die Protestwelle gegen RB Leipzig erreichte in Dortmund eine neue Dimension und einen absoluten Tiefpunkt. Foto: PICTURE POINT.

Schon weit vor dem Topspiel wurden seitens der Dortmunder Borussia bereits Protestaktionen angekündigt. So kam es dann auch, aber nicht genug: Auch vor dem Stadion ging es heiß her, es kam zu etlichen Handgreiflichkeiten, die nicht zum Fußball dazugehören.

Schon am Morgen des Spiels erhielten die Roten Bullen die erste Botschaft der Dortmund-“Fans”, wenn man sie überhaupt so freundlich bezeichnen darf. Auf den Plakaten wurden die Bullen mit “Red Bull, verpisst Euch” empfangen. Bei der Anreise der RB-Fans kam es immer wieder zu heftigen Rangeleien und Handgreiflichkeiten. Später veröffentlichten Anhänger auf Twitter ihre Beobachtungen, nach denen die BVB “Fans” gezielt die Leipziger angegriffen hatten.

BVB “Fans” mit grenzenlosem Hass

Insgesamt reisten 8.000 Leipziger mit nach Dortmund, um die Bullen zu unterstützen. Doch bereits die Plakate vor dem Spiel sprachen eine deutliche Sprache und machten erkenntlich, wie wenig man hier willkommen ist.

Die Dortmunder Polizei sah sich aufgerufen, diese Plakate zu entfernen. Seitens der Polizei wurden die Reaktionen auf Twitter mit einem Hinweis auf das Verständnis der Dortmunder Fankultur kommentiert.

Das Bündnis Südtribüne Dortmund wird im Fanmagazin “Vorspiel” der Gruppierung The Unity folgendermaßen zitiert: „Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass ein 2009 von einem internationalen Dosen-Konzern erschaffener und mit Millionen aufgeputschter Retortenclub mit Unterstützung rückgratloser Verbände in wenigen Jahren durch alle Spielklassen marschiert und nun in der Bundesliga spielt!“

Massenhaft Banner vor dem Anpfiff

Nach dem Betreten des Stadions gingen sie auch schon los, die großflächigen Proteste auf der Südtribüne. Niveaulose Spruchbänder waren über die gesamte “Gelbe Wand” verteilt. Des Weiteren verzichtete man auf die üblichen Logos auf den Leinwänden, sondern präsentierte Anzeigetafeln im Retro-Design. Ich schätze, um mal wieder die tollte Tradition zu beweisen, die an diesem Spieltag zu nichts außer Straftaten führte.

Im Laufe der Partie flogen ein ums andere Mal Becher aus der Dortmunder Fantribüne in Richtung der Leipziger Spieler. Doch dabei sollte es nicht bleiben, man setzte auch Laserpointer gegen die Leipziger Spieler ein. Ach ist traditioneller Fußball nicht schön?

Eine Durchsage des Stadionsprechers konnte die Gemüter der Dortmund “Fans” letztlich doch etwas beruhigen.

Zur eigenen Sicherheit der RasenBallsport Leipzig-Anhänger verhängten Ordnungskräfte eine Blocksperre für die RB-Fans. Diese Maßnahme kommt in Dortmund sonst nur bei Hochrisiko-Spielen wie beim Revierderby gegen den FC Schalke 04 oder gegen den FC BAyern München zum Tragen. Zu eben einem solchen Risikospiel entwickelte sich diese Partie durch erneutes Fehlverhalten der Dortmunder dann auch.

Ein solches Verhalten ist unerklärlich, zumal der BVB sowieso schon auf Bewährung spielt.

Woher kamen diese Anfeindungen?

Die Anfeindungen stammen aus Aussagen wie: “Ihr habt keine Tradition”. Aber geht es nicht im Fußball um den Fußball? Borussia Dortmund ist eine Aktiengesellschaft, bekommt alleine 20 Millionen jährlich von seinem Sponsor Evonik. Auch von weiteren Sponsoren fließen jährlich Millionen nach Dortmund. RasenBallsports Sponsor Red Bull liefert auch Millionen, ja. Ohne Sponsorengelder ist es definitiv nicht möglich im modernen Fußball-Business zu überleben.

Das große Problem ist nur, dass von Red Bull alles bezahlt wird/ wurde. Das versteht der “Traditionsfan” natürlich nicht. Es ist ja okay, 40-50 Millionen im Jahr zu bekommen, wenn man 100 Jahre besteht und das Geld von verschiedenen Sponsoren stammt. Aber nicht, wenn man neugegründet wird. Dann darf man kein Geld haben und guten Fußball spielen, dann muss man die ersten 80 Jahre in der Kreisklasse verbringen, dauerhaft kurz vor der Pleite, um sich Tradition zu erarbeiten, die aus Sicht der “Traditionalisten” unumgänglich ist, um im Oberhaus spielen zu dürfen. Ironiemodus aus…




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

8 Kommentare

Kommentar posten...