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Talente: BVB und RBL suchen den Superstar

Dayot Upamecano (m.), hier gegen die Glasgow Rangers, stand auch mit Borussia Dortmund in Verbindung. Archivfoto: PICTURE POINT / R .Petzsche

Borussia Dortmund gegen RB Leipzig – das ist am Samstagabend (18.30 Uhr / Sky und Bullenblog-Ticker live) auch das Duell zwischen zwei der größten Talentschmieden im deutschen Fußball.

Zwei Klubs, ein Ziel: Die talentiertesten Spieler Europas unter 25 Jahren zu holen. Die Roten Bullen sind mit einem Altersschnitt von 24,1 Jahren das jüngste Team der Liga, Dortmund rangiert mit einem Schnitt von 25,4 Jahren auf dem siebten Platz in der Alters-Tabelle.

BVB wollte Timo Werner, Leipzig Ousmane Dembélé

Wenn es darum geht, die Superstars von morgen zu verpflichten, so berichtet SPORT BILD, liefern sich BVB und RBL inzwischen einen echten Wettlauf mit der Zeit. Wie bei Ousmane Dembélé (19). Der Franzose wechselte im Sommer zu Borussia Dortmund, nachdem ihn BVB-Sportdirektor Michael Zorc (54) und sein Team eineinhalb Jahre lang beobachtet hatten. „Dembélé hätte zu jedem Topklub in Europa wechseln können“, erklärte Zorc in SPORT BILD (aktuelle Ausgabe), „aber er hat sich für uns entschieden, weil wir Spielpraxis auf allerhöchstem Niveau bieten können.“ Das spürte der hochtalentierte Offensivmann vor allem in der Champions-League-Gruppenphase in den Duellen mit Real Madrid (2:2 / 2:2) – einen Pluspunkt, den Leipzig (noch) nicht bieten kann.

Doch auch die Roten Bullen waren bei einem Spieler schneller als der BVB: Im Sommer 2016 buhlten die Dortmunder um Stürmer Timo Werner (20) vom Absteiger VfB Stuttgart, doch das Rennen um den deutschen Junioren-Nationalspieler machten die Leipziger. ,,Ralf Rangnick hatte sich schon früh um mich bemüht“, begründet Timo Werner seinen Wechsel, „man sieht, wie sich junge Spieler bei ihm entwickeln können, das war natürlich ein Grund für meine Entscheidung.“ Diese Entwicklung ist mehr als positiv, auch wenn Werner gegen den BVB krankheitsbedingt fehlen wird: Mit elf Toren brachte sich der Sturmbulle ins Blickfeld von Bundestrainer Joachim Löw (56), der am vergangenen Samstag in der Red Bull Arena zu Gast war.

Umgekehrt biss Leipzig im Sommer bei der versuchten Verpflichtung der Dortmunder Matthias Ginter (23) und Christian Pulisic (18) auf Granit. Dayot Upamecano (18) hatten die Borussen-Scouts wohl ebenfalls auf dem Zettel, doch der Franzose von RB Salzburg entschied sich im Januar ausgerechnet auf Empfehlung von Ousmane Dembélé für einen Wechsel nach Leipzig.

Sportlich geht es am Samstag darum, wer zumindest in dieser Saison die zweite Kraft im deutschen Fußball wird. Doch schon jetzt steht fest: Der Kampf um die Talente zwischen BVB und RBL, zwischen diesen zwei so unterschiedlichen Fußball-Welten, wird die Bundesliga auch im Sommer wieder in Atem halten.




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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