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Wagner, der beste deutsche Stürmer? “In meinen Augen ja!”

Die Rote Karte von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Landshut) gegen Sandro Wagner (Hoffenheim) zieht zwei Spiele Sperre nach sich.. Archivfoto: PICTURE POINT.

Einen überheblicheren Bundesligaspieler muss man erst mal finden…

Sandro Wagner (29) erklärte sich am Samstag kurzer Hand selbst zum besten Stürmer Deutschlands. Ob er Jogi Löw davon auch schon überzeugt hat?

” In meinen Augen ja”

“Sportstudio”-Sendung im ZDF in Mainz am Samstagabend. Moderator Sven Voss fragt spontan seinen Gast Sandro Wagner von der TSG 1899 Hoffenheim, ob dieser der beste deutsche Stürmer sei. Selbstbewusst und hochnäsig wie gewohnt antwortet Wagner trocken : ,,In meinen Augen ja”.
Das heißt dann wohl, dass Marco Reus, Thomas Müller, Mario Gomez oder der neue Leipziger Shootingstar Timo Werner und weitere einfach überschätzt sind. Vielleicht verdienen sie ja auch – wie Wagner – einfach zu wenig.

Voss ließ aber nicht locker, immer wieder lieferte er dem Hoffenheimer fragen, die auf die Ausgangsfrage hinausliefen.„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Beste im ganzen Land?“, so der Moderator. Doch sein Gast Sandro Wagner blieb bei seiner Meinung. „Ich“, ahnt er.

Da scheint sich wohl doch einer tatsächlich kurz vor dem 30. Lebensjahr ein Märchen erfüllen. Aber auch seine Leistungen stimmen bis dato weitestgehend, bereits zehn Treffer erzielte er in der laufenden Bundesliga-Saison. Mit seiner Leistungen möchte er sich auch Jogi Löw anbieten und der Nationalmannschaft eventuell noch einmal zu helfen, bevor er zu alt ist. Seine Bewerbung am Samstag vor Augen des Bundestrainers ließ eine Lücke offen. Nämlich die Zeit zwischen der 60. und 90. Minute, die sich der Hoffenheimer nach einem blöden Foul von außen ansehen durfte.

Doch am Ende kommt es nur auf Joachim Löw an, er entscheidet wer für die DFB-Elf aufläuft. Ob Löw seine Mannschaft überhaupt als so hilfsbedürftig ansieht wie Wagner sie darstellt? Seit Samstag möchte wohl keiner mehr in Löws Haut stecken. Sollte er Wagner links liegen lassen, darf er sich wohl bald auf einen bösen Anruf seitens des Hoffenheimer Angreifers freuen. Dann wird Löw den besten deutschen Stürmer um Audienz bitten dürfen, nach dem Wagner eindeutig erklärt: „Herr Löw, wir müssen reden.“

Reue nach Rot-Foul

Wenn es jemand schaffen sollte, sich in die Nationalmannschaft zu reden, dann Sandro Wagner. Selbst nach seiner Roten Karte in der Partie gegen Leipzig ein paar Stunden zuvor, schaffte er es mit ein paar “Sorrys” dieses Foul einfach weg zureden.

Glaubhaft und irgendwie charmant schilderte Wagner, wie er sich direkt nach dem Foul vor sich selbst erschrak und im Anschluss schämte. („Das macht man nicht“), aber vor allem hat er sich auch weitere Male entschuldigt – „dass er weiterspielen konnte, war mir ganz wichtig“.

Das öffentliche Verständnis für die Rote Karte endete in tosendem Applaus für den 29-jährigen Ex-Bayernspieler. Nach der Partie begab er sich auch extra in die Kabine der Heimmannschaft, um sich noch einmal zu entschuldigen.




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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