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Wagner zum Rot-Foul: ,,Sieht echt fies aus”

Die Rote Karte von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Landshut) gegen Sandro Wagner (Hoffenheim) zieht zwei Spiele Sperre nach sich.. Archivfoto: PICTURE POINT.

Am 18. Spieltags der Fußball-Bundesliga fand das Topspiel zum zweiten mal hintereinander in Leipzig statt. Diesmal zu Gast: Die TSG 1899 Hoffenheim. Vor dem Spiel ungeschlagen auf dem dritten Platz der Tabelle, acht Punkte hinter den Roten Bullen aus Leipzig. Nach einem hart umkämpften Spiel gelang es den Leipzigern, beim 2:1 (1:1) die Punkte im Hause zu behalten, damit geht man weiter im Gleichschritt mit den Bayern aus München, die nur drei Punkte vor dem RBL stehen.

Allerdings überschattete ein Foul von Sandro Wagner das Spitzenspiel des 18.Spieltags.

Korrekte Rote Karte für Wagner

Nach Abpfiff zog es Sandro Wagner eiligen Schrittes in Richtung Mannschaftskabine des RasenBallsport Leipzig, hier soll er einen Ordner um Einlass gebeten haben. Grund dieser bitte war sein brutales Foul in der 60.Spielminute gegen Stefan Ilsanker, bei dem sich Wagner schnellstmöglich entschuldigen wollte. Mit einem harten Tritt seitlich und mit offener Sohle gegen das ungeschützte Schienbein hatte der Hoffenheimer den Mittelfeldspieler der Roten Bullen von den Beinen geholt. Zu Recht sah er direkt den Roten Karton von Schiedsrichter Wolfgang Stark. Bis zu dem Zeitpunkt war die Partie, mit leichten Vorteilen für die Leipziger, völlig offen. In der Folge ging es nur noch Schlag auf Schlag in Richtung Oliver Baumann. Mit einem von Schär abgefälschten Schuss sorgte Sabitzer in der 77. Spielminute für den Endstand von 2:1 für die Roten Bullen.

Wagner zeigt Reue

Sandro Wagner zeigte sich im Anschluss an die Entschuldigung bei Ilsanker auch vor den Kameras der Journalisten mit viel Reue, es wäre wohl zu hart, dem 29-jährigen Angreifer eine böse Absicht in der Situation zu unterstellen. „Ich wollte den Zweikampf in der Luft gewinnen, habe ihn dann unten erwischt, sieht echt fies aus”, erzählt der Top-Torschütze der Hoffenheimer (10 Saisontore). „Ich habe mich selbst erschrocken, das ärgert mich ungemein. Es war nicht böse gemeint, ich bin der allerletzte, der jemanden verletzen will.”

Auch bat er sein Team um Verzeihung, das in dem Spiel die erste Niederlage der Saison hinnehmen musste, vielleicht sogar auf Grund dieser Roten Karte. Das Spiel hätte in der Theorie einen anderen Verlauf nehmen können. „Es tut mir leid für die Mannschaft, dass wir nicht zu elft weiterspielen konnten”, sagte Wagner.

Ilsanker selbst akzeptierte die Entschuldigung bereits auf dem Platz, auch hatte er sich glücklicherweise bei dieser Situation keine Verletzung zugezogen.

Blöd nur für Wagner: Bundestrainer Joachim Löw befand sich im Stadion, wohl auch um ihn und Werner zu beobachten. Werner erzielte seinen elften Saisontreffer, Wagner bekam nun im Dress von vier verschiedenen Klubs Rote Karten.




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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