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Was ist eigentlich Tradition? Kommentar zum SGE-Bashing gegen RB in den sozialen Medien

RB Leipzig spaltet Fußball-Deutschland. Aber was ist wahr, was ist Klischee?

Im Vorfeld der Partie gegen die Roten Bullen aus Leipzig wurden einige Fanseiten der Frankfurter Eintracht in den sozialen Medien extrem abfällig, sehr fragwürdiges Verhalten zeigten die Fans der Hessen gleich auf mehreren Portalen.

Der Grund für das Bashing

Der Grund des Bashings ist mit einem Wort beschrieben : ,,Tradition”. Was bedeutet Tradition? Ganz einfach: traditionell ist etwas, dass seit mehreren Generationen weiter getragen wird, ein Teil Kultur. Ich möchte nicht sagen RasenBallsport hätte Tradition, dabei würde ich mich bis auf die Knochen blamieren. Aber sind wird mal ehrlich, wie soll etwas, dass seit acht Jahren besteht, Tradition haben? Das funktioniert nicht! Im privaten Bereich ist etwas Tradition, dass man auch nicht über solch einen enormen Zeitpunkt macht. Ich nenne mal ein Beispiel: Max (23) feiert Silvester seit seinem 18. Lebensalter immer mit seinen besten Freunden, immer mit denselben. Er würde das als Tradition bezeichnen.

Wenn Max seit Bestehen des Vereins RB Leipzig dessen Anhänger ist, ist das nicht dann auch etwas Tradition? Gehen wir auf die Eintracht aus Frankfurt ein. In den sozialen Medien gingen die Anhänger sehr hart mit Leipzig ins Gericht. Da frage ich mich: Hatte die Eintracht 1907, acht Jahre nach ihrer Gründung Tradition? 1857 wurde der FC Sheffield gegründet, behaupteten die Fans 1907 auch, Frankfurt hätte keine Tradition? Pflegte der FC Sheffield einen unangebrachten Hass mit abwertenden Äußerungen gegen die Eintracht? Ich möchte keine Behauptungen aufstellen, bitte beantworte die Frage für dich selbst.

Kommerzialisiert der RB den gesamten Fußball? Ich weiß es nicht! Aber was ich weiß ist, dass ein neugegründeter Verein, mit Sicherheit sehr sehr viele Jahre brauchen würde, um die Mittel zu stellen wie der RasenBallsport Leipzig. Vielleicht nicht 118 Jahre, die die Eintracht besteht, aber ich tippe auf gut 30 bis 50 Jahre bis zum Erreichen des Erfolgs, den Leipzig in den letzten Jahren feiert. Auch der FC Bayern München kam 1965 nicht als Rekordmeister in die Bundesliga – und erst recht nicht als ,,Traditionsverein”! Das waren damals noch die Münchner ,,Löwen” von 1860.

Es ist für die Spieler AUCH Leidenschaft, in erster Linie aber ist es ihr Beruf, man bedenke hierbei die vielen Wechsel nach China. Wer würde für, sagen wir mal fünffaches Gehalt nicht den Betrieb wechseln auch wenn er gerne für ihn arbeitet ?
Des Weiteren sollte man dennoch im Hinterkopf behalten, wie viele Vereine zu Saisonbeginn mehr Transferausgaben hatten als der RB aus Leipzig. Es sind keine übertriebenen Unsummen, die in den Kader flossen. Anders würde die Welt aussehen, wenn RB etliche Topstars verpflichtet hätte. Aber man setzt lieber auf junge Leute, man möchte in die Zukunft investieren.

Ausmaß des Bashings

Wer sich auf den Fanseiten der Eintracht umschaut, ich möchte jetzt natürlich nichts verallgemeinern, denn dieses Bashing gegen den RB kommt aus vielen Richtungen, der stößt auf Aussagen wie “Kein RB-Logo und kein RB-Kürzel! Keine Werbung für den Fußball-Tod!”. Ich stelle mir an dieser Stelle die Frage, weshalb genau reist ihr mit eurem KROMBACHER Bier zu euren Heimspielen in der COMMERZBANK Arena? Ist das nicht auch Werbung? Für mich schon, aber das ist eine andere Geschichte.
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,In Leipzig nur die BSG (und Lok)! Nein zu RB!”. Diese Aussage ist seit acht Jahren nicht mehr korrekt. Der RB ist dort heimisch, die Red Bull Arena ist seit 2006 vorhanden und sie ist regelmäßig ausverkauft. Vielleicht hatte der Verfasser eine Sport Bild von 2008 in der Hand, als er diesen Post erfasste.
Auch liest man Beiträge wie ,,In Leipzig nur Chemie”, das würde ich nicht als Bashing bezeichnen, das lassen wir außen vor. Die Eintracht pflegt seit vielen Jahren eine Fanfreundschaft zu diesem Verein, daher ist das dann doch eher noch im legitimen Bereich.

Aussagen wie: ,,Frankfurter Weg: Heroin statt Taurin” möchte ich an dieser Stelle unkommentiert lassen, da kommt man doch zu sehr ins Schmunzeln… , der Spruch hing im Übrigen als Banner in der Red Bull Arena.

Auch weitere verbale Angriffe gegen über RB gab es, ja. Aber diese gingen in eine Richtung, der ich nicht mal eine Beachtung schenke, dafür bin ich wohl schon zu alt, um das lustig zu finden.

Allerdings sollte man vieles auch nicht auf die Goldwaage legen, Sticheleien unter den Fans findet man schließlich immer und überall, man beachte an dieser Stelle viele Derbys.




Über den Redakteur

Niklas Hennemann

Niklas ist fußballbegeisterter Azubi aus Norddeutschland. Aktuell als Groß- & Aussenhandelskaufmann aktiv, will er zukünftig seine Brötchen als Fußball-Redakteur verdienen. Niklas hat die Entwicklung der Roten Bullen von Anfang an begeistert verfolgt.

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