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„Zweite Liga ist ausgeschlossen“ – So scheiterte der RB-Deal mit Tuchel

Leipzig, 10. September 2016: BVB-Coach Thomas Tuchel in der Red Bull Arena. Foto: PICTURE POINT / Sven Sonntag.

Der Start für Borussia Dortmund und Trainer Thomas Tuchel (43) ins Jahr 2017 war durchwachsen. Ausgerechnet vor dem Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr / Live bei Sky und im Bullenblog-Ticker) steht der Coach des Vizemeisters und Pokalfinalisten von 2016 immens unter Druck.

Dabei wäre Thomas Tuchel vor gut eineinhalb Jahren selbst bei RBL gelandet. Wie SPORT BILD (aktuelle Ausgabe) am Mittwoch berichtete, hatte sich der damalige Zweitligist RB intensiv um Tuchel bemüht. Letztlich entschied sich Tuchel für den BVB und löste dort den legendären Jürgen Klopp (49, 2-mal Deutscher Meister sowie Pokalsieger 2012) ab.

,,Nicht traurig, dass es mit Tuchel nicht geklappt hat”

Leipzigs Vorstands-Vorsitzender Oliver Mintzlaff sagte jetzt in einem Interview mit SPORT BILD: „Wir haben auch mit Thomas Tuchel intensive Gespräche geführt, die zwischen ‚ich kann mir die 2. Liga vorstellen‘ und ‚2. Liga ist ausgeschlossen‘ variierten. Ich bin nicht traurig, dass es im Sommer 2015 nicht geklappt hat.“ Mintzlaff weiter: „Ich bin Ralf Rangnick dankbar, dass er dann Verantwortung als Trainer übernommen hat. Und ich bin froh, dass wir Ralph Hasenhüttl, den wir damals schon wollten, ein Jahr später von uns überzeugen konnten.“

Immerhin konnte Rangnick die Roten Bullen 2016 als Trainer in die Bundesliga führen, ein Riesen-Erfolg für Leipzig und für den Schwaben, der zuvor schon 1899 Hoffenheim und Hannover 96 ins Fußball-Oberhaus gebracht hatte. RBL-Boss Oliver Mintzlaff spricht bei SPORT BILD zudem über die Unterschiede bei den Leipziger Beziehungen zu den beiden deutschen Top-Klubs. „Durch die jüngsten Erfolge mit RB wächst aber auch die Aufmerksamkeit für Trainer Hasenhüttl. Für Mintzlaff aber kein Grund, den bis 2019 laufenden Vertrag frühzeitig zu verlängern. „Ralph Hasenhüttl hat gerade eine starke Hinrunde hinter sich gebracht. Ich denke, er fühlt sich mit uns so wohl wie wir uns mit ihm. Aber im Moment besteht da gar kein Redebedarf“, sagte er.

Ohne Ralf Rangnick nicht in der Bundesliga

Gleiches gilt für Sportdirektor Rangnick. Mitzlaff gegenüber Europas größter Sportzeitschrift: „Ralf Rangnick ist unser sportlicher Motor und Vordenker. Ohne ihn würden wir jetzt nicht in der Bundesliga spielen. Ich bin mir sicher, dass seine Zeit in Leipzig noch weit über die aktuelle Vertragslaufzeit gehen wird.“




Über den Redakteur

Carsten Germann

Carsten Germann ist studierter Medienwissenschaftler und Germanist. Seit 1. Januar 2017 betreut er den Bullenblog als leitender Redakteur. Zudem schreibt der Wahl-Hamburger als freiberuflicher Sportjournalist für BWIN Fußball, SPORT BILD und WahreTabelle, ist zudem Autor mehrerer Bücher über die Fußball-Bundesliga und die englische Premier League.

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